Mitsegelbedingungen

Allgemeines:

Angeboten wird hier eine Mitsegelgelegenheit auf einer Segelyacht vom Typ „Sigma 362“. Gesegelt wird mit wechselnden Crews hauptsächlich aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis, den ich versuche, immer `mal wieder zu erweitern.
Da die meisten meiner Mitsegler/Innen nur begrenzt Zeit haben – ich als Ruheständler dagegen über relativ viel Zeit verfüge – suche ich hin und wieder nach motivierten segelbegeisterten Mitstreitern/Innen die eine nette Ergänzung unserer Segelcrew darstellen. Somit ist natürlich auch für Neueinsteiger/Innen und lernwillige Segelneulinge durchaus ein Plätzchen vorhanden. Sympathie und gemeinsame Lust am Segeln sind entscheidend.

Die Bereitschaft sich in die Gemeinschaft zu integrieren, mit anzupacken, gute Laune und eine Portion Humor tragen wesentlich zum Gelingen eines Törns bei.

Aufgrund der Beschaffenheit des Bootes lebt und segelt es sich mit einer kleinen Crew von 3-4 Personen entspannter als mit 7 oder 8 Leuten auf einem Boot. Bei Tages- oder kurzen Wochenendtörns geht es auch einmal zu Fünft, aber das sollte die Ausnahme sein.

Segeltörns bzw. die jeweiligen Etappen werden – soweit es machbar und sinnvoll ist – immer in Absprache mit den Crewmitgliedern geplant, wobei nach Möglichkeit versucht wird, alle Wünsche unter einen Hut zu bringen. Es gilt: „The early bird catches the worm“ oder „Wer zuerst kommt ……“!

Ein Segelurlaub richtet sich immer nach Wind und Wetter, daher kann es innerhalb eines Törns Abweichungen von der geplanten Route geben.  Nach Möglichkeit werden unsere Routen immer mit einer gewissen zeitlichen Reserve geplant, um Termindruck und Stress zu vermeiden.

Persönliche Ausrüstung

Für seine/ihre persönliche Ausrüstung ist jeder/jede selbst verantwortlich. Dies gilt sowohl für Dinge des täglichen Bedarfs wie Schlafsack/Bettzeug, Handtücher, dem Revier und dem Törnverlauf angemessene Bekleidung, etc., als auch für die segelspezifischen Dinge wie Ölzeug und Rettungsweste mit Sicherungsleine.

Allein aus Kostengründen kann ich derartige Dinge nicht für jedes Crewmitglied bereitstellen, ganz zu schweigen vom Pflege und Wartungsaufwand.

Kurz und krumm: Alle, die bei mir mitsegeln, müssen ihr eigenes Ölzeug und eigene Rettungsweste mitbringen.

Ergänzung: Seit 2017 verfüge ich auch über durch einen Fachbetrieb gewartete Rettungswesten für meine Mitsegler/Innen. Gegen eine Beteiligung an den Wartungskosten von 5,- €/Woche würde ich diese bei Bedarf zur Verfügung stellen.

Außerdem erachte ich die Benutzung eines Bettlakens auf dem Kojenpolster als selbstverständlich und bestehe darauf.

Falls ich jemandem ein Bettlaken zur Verfügung stellen muß, werde ich für die Abgeltung der Reinigungskosten 5,- Euro verlangen.

Kosten
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin kein Charterunternehmen!  Die „Yssabeau“ ist eine Privatyacht, ohne kommerziellen Hintergrund. Allerdings verursacht auch eine Privatyacht Kosten für Instandhaltung, Unterhalt, Versicherung, nautisches Material, etc.. Daher sollten wir gegebenenfalls über eine angemessene – eher symbolische – Kostenbeteiligung für das Boot und dessen Ausrüstung reden. Diese kann auch in Hilfe bei Bootsarbeiten (In- und Außerdienststellung, Winterarbeiten etc.) bestehen und wird dankbar entgegen genommen.

Da selbiges im Moment wohl eher nicht in Frage kommt – wer will schon nach Südeuropa fliegen und einen Teil seines Jahresurlaubs opfern, um im Winter am Schiff zu arbeiten – erwarte ich – neben der Beteiligung an einer gemeinsamen Bordkasse – eine Kostenbeteiligung von mindestens 50,- Euro pro Person und Woche. Darüber hinaus gehende Zahlungen werden gerne entgegen genommen und signalisieren mir, dass der jeweilige Törn gefallen hat.

Bordkasse:
Diese richtet sich nach Revier und Törndauer und den persönlichen Ansprüchen der Crew. Die Bordkasse wird von der Crew eingerichtet, alle Mitsegler/Innen (auch der Skipper) zahlen zu gleichen Teilen ein. Die für den jeweiligen Törn anfallenden laufenden Kosten (Liegegelder, Diesel und Verpflegung, etc.) werden geteilt, die Stunden unter Motor werden mit  2,5 Liter pro Stunde zum aktuellen Dieselpreis  abgerechnet (derzeit Griechenland 1,70 €/l). Brennstoff (Petroleum) für den Kocher wird bei jedem Crewwechsel gesondert pauschal abgerechnet, je nach dem, wieviel gekocht wurde. Erfahrungsgemäß fallen pro Person und Tag ca. 25.- bis 30.- Euro an.
 Der Proviant wird gemeinsam eingekauft und jeder darf natürlich seine Wünsche äußern.

Übrigens, nur  ‚mal so nebenher: Segeln sollte kein Grund sein, schlecht zu leben! Natürlich scheiden sich hier die Geister, was für den Einen gut, ist für den Anderen schlecht. Es gilt aber meine Philosophie an Bord. Für irgendwelche Asketen, Esotheriker oder sonst irgendwelche Konsumverzichter  und Sparfüchse ist hier kein Platz an Bord!

Leute, die aus irgendwelchen Gründen auch immer meinen, auf meine Kosten einen billigen Urlaub vollbringen zu können, will ich nicht als Crewmitglieder haben.

Verpflegung an Bord:

An Bord befindet sich eine voll eingerichtete Pantry mit einem zweiflammigen „Taylors“ Petroleumherd mit  Backofen sowie eine Kompressor betriebene Kühlbox. Einkäufe werden gemeinsam geplant und durchgeführt, wobei nach Möglichkeit auf Wünsche der Crew unter Einbeziehung der jeweiligen individuellen Kochkünste eingegangen wird.

Allerdings habe ich keine Lust, mich irgendwelchen Absurditäten hin zu geben. Veganer/Innen,  Rohköstler/Innn oder Vegetarier/Innen oder was es da sonst noch so an Ernährungskünstlern gibt, sind für mich kaum akzeptabel, es sei denn, sie bereiten ihren eigenen Kram ohne zusätzlichen Aufwand für andere Mitsegler/Innen zu und missionieren nicht über ihren Lebensstil. Ich bin dann allerdings auch verhältnismäßig tolerant, solange meine Interessen dabei nicht zu kurz kommen.

Die Mahlzeiten werden gemeinsam zubereitet und auch der Abwasch wird im Team erledigt, natürlich unter Beteiligung des Skippers.

Und noch ein wichtiges Thema: Getränke!

Alle Getränke, auch die alkoholischen, werden über die Bordkasse abgerechnet. Die „Yssabeau“ ist „not a dry ship“ ! Ich habe keine Lust, Mineralwasser, grünen Tee oder Fruchtsäfte gegen Wein, Bier oder – wenn gewünscht – Hochprozentiges auf zu rechnen. Wem das nicht paßt, der soll sich ein anderes Schiff suchen .

An- und Abreise
Die An-und Abreise wird von den Mitsegler(n)/Innen selbst organisiert.
 Anreisetag ist der erste im Törnplan genannte Tag, in der Regel immer ein Sonnabend. Generell sollen die Crewwechsel in allen Häfen stattfinden, in denen sich das Boot gerade befindet. Die einen gehen, die anderen kommen.

Natürlich kann es vorkommen, dass aufgrund von Gegebenheiten bei den öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch durch persönliche Bedingungen, diese Vorgabe nicht immer eingehalten werden kann. In vorheriger gegenseitiger Absprache lassen sich diese Dinge sicherlich flexibel Regeln. Das sollte aber die Ausnahme sein.

Solltest Du mit diesen Bedingungen einverstanden sein und Dich entscheiden, bei mir mitzusegeln,  lade bitte das Formular „Einverständniserklärung“ herunter und lasse es mir ausgefüllt und unterschrieben zu kommen.