Archiv für den Monat: Juli 2020

Teil 7: Segeln in italienischen Gewässern

Vom Abenteuer mit dem Billigflieger zu fliegen

Servicewüste „Lastminute.de“

Am 01.07 2020 buchte ich über die Internet Buchungsplattform „Lastminute.de“ einen Flug am 13.07.2020 von Hamburg mit einem Stopp in Wien nach Venedig für mich, und einen Mitreisenden, Werner Lange. Der Flug sollte am 13.07.2020 um 06:50 h von Hamburg aus starten. Umgehend erhielt ich die Buchungsbestätigung, mußte aber feststellen, dass an erster Stelle der Buchung, wo eigentlich mein Name hätte stehen sollen, aus mir unerklärlichen Gründen, der Name „WernerLange/Lange“ (genau so!) eingetragen war. Ich hatte dort selbstverständlich meinen Namen – Jörg Gegenfurtner – zusammen mit meinem Geburtsdatum, welches dort auch richtig hinterlegt wurde, eingetragen. Wie es zu diesem falschen Eintrag gekommen ist, ist mir schleierhaft.

Die Daten meines Mitreisenden – Werner Lange – wurden im System von „Lastminute.de“ korrekt übernommen, so wie ich diese eingetragen habe.

Ebenfalls am 01.07. erhielt ich von „Lastminute.de“ eine E-Mail mit einem Link, mit dem ich meinen Account aktivieren sollte, was ich dann auch tat. Dieser Account sollte es mir ermöglichen, Änderungen an meiner Buchung vorzunehmen. Dieses funktionierte aber überhaupt nicht. Irgendwelche Änderung vorzunehmen ging gar nicht.

Ich versuchte über die so genannte „Serviceline“ von „Lastminute.de“ telefonischen Kontakt mit der Firma auf zu nehmen, was mir nach einiger Zeit Verharrens in der obligatorischen Warteschleife und durch wählen diverser Auswahlnummern auf dem Telefon (Bsp.: Wenn Sie dieses oder jenes wollen, wählen Sie die …. 1/2/3… etc.) auch gelang. Die Verbindung war darüber hinaus „grottenschlecht“, die Mitarbeiterin kaum zu verstehen.

Nachdem ich mein Anliegen auf Namenskorrektur in der ersten Buchungsposition vorgetragen hatte, versicherte mir die Mitarbeiterin, dass sie den Sachverhalt an die zuständige Stelle weiterleiten würde. Sie selber könne da gar nichts machen und ich würde eine Nachricht erhalten.

Da ich nun tagtäglich darauf wartete, dass ich eine entsprechende Nachricht hinsichtlich der Namenskorrektur erhalten würde und ich auch immer wieder versuchte, die Namenskorrektur auf der „Lastminute.de“ Internetseite vorzunehmen, was mir nicht gelang, rief ich dann ebenso tagtäglich bei der Lastminute Serviceline an, mit immer dem gleichen Prozedere und dem gleichen Ergebnis. Man würde mein Anliegen weiterleiten. Diese Anrufe haben mich eine Menge Zeit und Nerven gekostet, zumal die Kommunikation ausgesprochen schwierig war. Passiert ist gar nichts!

Am 12.07.2020 erhielt ich dann um 19:46 h von „Lastminute.de“ eine E-Mail mit der Aussage (Zitat): „Leider sind aufgrund der Vertragsbedingungen der Fluggesellschaft des von Ihnen erworbenen Tickets keine Änderungen erlaubt. Deshalb bleibt Ihre Buchung unverändert.

Wenn Sie die Reise nicht antreten können und Sie die Möglichkeit einer Rückerstattung prüfen möchten, setzen Sie sich bitte unter der untenstehenden Nummer mit unserem Kundenservice in Verbindung.“ (Zitat Ende).

Das war dann ca. 11 Stunden vor Abflug! Wie soll man da noch etwas in die Wege leiten können, zumal dieser s.g. Kundenservice alles andere als hilfreich zu sein scheint?

Die Rechnung mit der Nr. 20FDE-095212, datiert vom 01.07.2020 über einen Betrag von 410,99 mit Datum vom 01.07.2020, konnte ich mir dann am 07.07.2020 über die „Lastminute“ Internetseite herunterladen. Der in Rechnung gestellte Betrag in Höhe von 410,99 € entspricht den bei der Buchung vereinbarten Konditionen inklusive irgendwelcher für mich nicht nachvollziehbarer zusätzlichen Kosten für zwei Personen und ist demnach wohl in Ordnung. Dieser Betrag wurde am 03.07.2020 von einer Fa. Rumbo, Madrid, von meinem Visa Konto abgebucht. Da war man also ziemlich schnell dabei.

Da es mir nicht gelang, nach den zigfachen telefonischen Versuchen über die Serviceline der Buchungsplattform „Lastminute.de“ irgendetwas bezüglich einer Namenskorrektur zu erreichen, versuchte ich es dann irgendwann direkt über die Hotline von Eurowings. Diese Firma führte den Flug von Hamburg nach Wien durch. Auch hier endloses Hängen in der Telefonwarteschleife – da habe ich mir locker einmal 1 ½ Stunden die selbe Musik angehört – ohne das es überhaupt zu einem Kontakt gekommen ist.

Am 10.07.2020 sendete ich daraufhin eine E-Mail mit dem folgenden Text an die Firma Eurowings, auf die ich jedoch bis heute keine Antwort erhalten habe (Zitat): „Über die Buchungsplattform Lastminute habe ich für den 13.07. einen Flug nach Venedig über Wien gebucht. Buchungs ID von Lastminute 165794470, Flugnummer EW7752. Diese Buchung wurde mir für den „Check In“ mit dem Buchungscode SHOUSV bestätigt. Allerdings läßt sich der Check In auf elektronischem Wege nicht durchführen. Hier erhalte ich die Nachricht: „Zu Ihren eingegeben Daten konnte keine Buchung im System gefunden werden.“ Bei der Buchung gab es einen Falscheintrag bei den Namen. Mein Mitreisender Werner Lange ist an zweiter Stelle richtig eingetragen, wobei das Geburtsdatum auf 1956 geändert werden muß. An erster Stelle sollte mein Name – Jörg Gegenfurtner – eingetragen sein. Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen wurde hier der Name WernerLange/Lange eingetragen. Versuche über Lastminute eine Namenskorrektur herbei zu führen sind mißlungen. Eine telefonische Kontaktaufnahme mit Ihnen gelingt nicht. Bitte führen Sie die Namensänderung und den Check In durch. MfG J. Gegenfurtner“ (Zitat Ende).

Da mir mittlerweile klar wurde, dass es hinsichtlich der Namenskorrektur für meine Flugbuchung zu Komplikationen kommen würde, sandte ich am 11.07.2020 nochmals eine E-Mail an die Firma Eurowings mit der dringlichen Bitte um telefonischen Rückruf zwecks Klärung der Angelegenheit, der dann allerdings auch nicht erfolgte. Nachfolgend der Text der E-Mail:

„Joerg Gegenfurtner <joerg.gegenfurtner@web.de>

Sie haben eine Anfrage über das Kontaktformular erhalten. E-Mail: joerg.gegenfurtner@web.de[~1068284]

An: buchungsinfo@eurowings.com

gesendet: 11.07.2020 um 20:16 h

erbitte dringend Rückruf wegen Namensänderung Tel.: 0431 78 77 75

Jörg GEGENFURTNER“

Es erfolgte keinerlei Reaktion von Eurowings.

Mit Hilfe eines Freundes, der bis zu seiner Zurruhesetzung in einem Reisebüro gearbeitet hatte, gelang es mir, über die in der Rechnung von Lastminute angegebene e-ticket Nr.: 2203377903541 eine Boardingcard auf meinen Rechner herunter zu laden, die ich dann mit Datum vom 11.07. auch erhielt.

(Nebenher gefragt, wer kommt denn schon auf so eine Idee, wenn von dem Buchungsanbieter eine völlig andere PNR: (= SHOUSV) angegeben wurde, die ja nicht funktionierte. (s.o.)

Diese Boardingcard lautete allerdings auch auf den Namen Werner Lange Lange.

Da es ganz offensichtlich infolge der Ignoranz des Reiseanbieters „Lastminute.de“ und der Fluggesellschaft „Eurowings“ keinerlei Möglichkeiten gab, eine Namenskorrektur für meine Flugtickets von Hamburg nach Wien und Venedig herbei zu führen, ging ich das Risiko ein, dass es auch keine derartigen Möglichkeiten beim „Check In“ am Flughafenschalter von Eurowings in Hamburg geben würde und fuhr trotzdem nach Hamburg zum Flughafen, wo ich dann frühzeitig am Schalter von Eurowings den Eincheckprozess durchführen wollte.

Und so kam es denn auch. Der Mitarbeiter von Eurowings weigerte sich – aus welchen Gründen auch immer – eine Namenskorrektur in meinem Boardingpass vor zu nehmen. Da war absolut nichts zu machen, obwohl ja mein Sitzplatz reserviert war, nur auf den falschen Namen meines Mitreisenden Werner Lange (Lange).

Nach all dem Gezerre mit dem Eurowingsmitarbeiter hatte ich dann noch ca. 10 Minuten Zeit bis zum Schalterschluß, mir über das Flughafeninternet ein neues Ticket für den Flug von Hamburg nach Wien zum Preis von sage und schreibe 222,99 € zu besorgen. Das ging dann auch und der Flug nach Wien war gesichert.

Interessant ist an dieser Stelle auch, dass der mir dann neu zugewiesene Stzplatz direkt neben meinem ursprünglich reservierten Platz lag und dieser dann auch während des Fluges noch unbesetzt war.

In Wien angekommen, dann das gleiche Problem. Obwohl ich einen Boardingpass von Austrian Airlines auf den Namen Wernerlange Lange am Schalter vorweisen konnte (man beachte die Schreibweise!), mit entsprechender Sitzplatzreservierung, konnte ich dort nicht einchecken. Eine Namenskorrektur war auch hier für mich aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht möglich.

Angeblich war der Flieger ausgebucht und es gab angeblich nur noch einen Platz in der Business Class.

Dies, obwohl ja mein ursprünglich über „Lastminute.de“ gebuchter Platz in der Economy Class ja eigentlich hätte frei sein müssen.

Auf wiederholtes Nachfragen erhielt ich nur die Antwort, dass in der Economy Class nichts mehr frei sei und ich nur noch einen Platz in der Business Class für den Flug nach Venedig zum Preis von 401,33 € erhalten könnte.

Notgedrungen biß ich in den sauren Apfel und buchte das Ticket, da ich ja erstens meinen Mitreisenden, Werner Lange, nicht alleine nach Venedig fliegen lassen wollte und wir zum zweiten einen Transferdienst vom Flughafen Venedig in die Marina Punta Gabbiani gebucht hatten.

Für mich stellt sich der Sachverhalt so dar, dass der Mitarbeiter von Eurowings am Hamburger Flughafenschalter in dem Moment, wo er meinen über „Lastminute.de“ gebuchten Flug von Hamburg nach Wien als nicht durchführbar registriert hat, auch die Stornierung des Fluges Wien – Venedig vorgenommen hat. Anders kann ich mir nicht erklären, dass mein vormals reservierter Platz in der Economy Class bei Austrian Airlines nach Aussage des Austrian Airlines Schaltermitarbeiters nicht mehr zur Verfügung stand, als ich dort einchecken wollte.

Wie mein Mitreisender Werner Lange dann auch noch bestätigt hat, war der von mir ursprünglich über „Lastminute.de“ gebuchte Sitzplatz in der Economy Class dann auch anderweitig besetzt.

Und dann stellt sich an dieser Stelle die Frage, warum der Mitarbeiter am Eurowingsschalter in Hamburg keine Namenskorrektur auf den Boardingcards von Eurowings und Austrian Airlines vornehmen konnte, aber eine Stornierung eines Sitzplatzes bei Austrian Airlines?

Die Buchung der beiden neuen Tickets an den Flughafenschaltern kostete mich dann zusammen 624,32 Euro, so dass ich alles in allem für den Flug von Hamburg nach Venedig 829,82 Euro gekostet hat.

Da ich nach meiner Meinung den Falscheintrag meines Namens (WernerLange Lange statt Jörg Gegenfurtner) auf der Buchungsplattform des Reiseanbieters Lastminute.de nicht zu vertreten habe und ich mit einem erheblichen Zeitaufwand versucht habe, den Fehler über die s.g. Serviceline dieser Firma zu korrigieren, fordere ich von Lastminute.de die mir für die Buchung der zweiten Tickets entstandenen Kosten in Höhe von 624,32 Euro zurück.

Inwieweit man Eurowings für die erhöhten Kosten für den Flug in der Business Class in Regress nehmen kann, bedarf einer dahingehenden Prüfung.

Darüber hinaus wäre zu klären, warum eine simple Namenskorrektur weder über die beiden s.g. Servicelines noch an den Flughafenschaltern von Eurowings nicht möglich war.

Mein Rechtsanwalt macht meine Schadenersatzforderungen bei der Fa. „Lastminute.de“ geltend.

Fazit für mich: Nie wieder eine Buchung über „Lastminute.de“!