Archiv der Kategorie: Reiseberichte

Jörgs erster Reisebericht 2022

Bisher hat der Beginn der diesjährigen Sommerreise relativ gut geklappt. In Hamburg hat es bei meinem Abflug geregnet und in Barcelona dann auch. In Badalona auch noch so sporadisch und so richtig warm war es auch nicht.

Mit meinem neuen Mitsegler Thomas Hummel habe ich mich beim Büro von Iberoyachting getroffen und wir haben dann erst einmal das Schiff seeklar gemacht. Alle die Sachen, die ich im Oktober mit Barny zusammen in Kartons und Taschen gepackt hatte, mußten wieder ausgepackt und an ihre Plätze verstaut werden.

Wir mußten zwar einen Tag länger als geplant in Bardalona bleiben, weil der Autopilot entgegen der Aussage von Kostas doch nicht fertig war und der Servicetechniker einen ganzen Tag brauchte, um das Gerät zu installieren, dann ging’s aber auch los in Richtung Valencia. Bisher hatten wir mäßigen bis flauen Wind, aber die Sonne scheint und es ist sehr entspanntes Segeln.

Wind und Wetter sind uns wohl gesonnen und wir können bei zwei bis drei, manchmal auch vier, Windstärken meistens mit halbem Wind an der Küste entlang segeln. Mit Tagesetmalen so um die zwanzig Meilen von Marina zu Marina ist das alles sehr entspannt.

Feststellen kann man, dass ab Juni die Liegegelder deutlich teurer geworden sind – Midium-Saison. Bewegten diese sich im Mai noch so um die dreißig Euro, so werden jetzt deutlich über vierzig Euro gefordert.

Leider wird die Reise ein klein wenig dadurch getrübt, das wieder einmal die Logge nicht funktioniert (da sitzt wohl wieder eine Muschel auf dem Impeller!) und keiner sich traut, unters Schiff zu tauchen um den Impeller wieder frei zu bewegen und den Geber im Schiff herauszuziehen hat auch nicht geklappt, der saß Bombenfest. Kaputt machen will man ja auch nichts. Gut, dass man über das GPS die Meilen festhalten kann.

Das UKW Gerät hat auch seinen Geist aufgegeben. Trotz laienhaft intensivem Basteln ist es uns nicht gelungen, das Ding wieder zum Leben zu erwecken. Einen Radiotechniker konnten wir auch in keinem Hafen auftreiben. Da liegt die Hoffnung bei Valencia. Zum Glück hat Thomas ein Handfunkgerät mitgebracht, das uns gute Dienste beim Anlaufen der Marinas geleistet hat.

Jetzt sind wir eine Tagesetappe von Valencia entfernt in Puerto de Silas. Eine relativ kleine Marina, bei der bei unserer Ankunft nur noch ein Marinero anwesend war und der so gut wie kein Englisch sprach. Einen Liegeplatz weit ab von den Sanitäreinrichtungen am Ende der Außenmole hat er uns trotzdem zugewiesen. Es ist eben Wochenende.

Heute ist Sabine zu uns gestoßen und wir drei werden morgen nach Valencia segeln, wo Thomas uns dann plangemäß verlassen wird. Sabine und ich segeln dann erst einmal weiter die Küste entlang.

Leider habe ich dann die Nachricht erhalten, das Lothar als Mitsegler für den geplanten Zeitraum 18.06. bis 09.07. ausfällt. Damit dürfte sich auch der Abstecher zu den Balearen erledigt haben. Ich gehe nicht davon aus, dass sich so kurzfristig für diesen Zeitraum noch eine Ersatzcrew finden wird. (Schön wär’s aber doch.) Vermutlich werde ich dann das Schiff in irgendeinem Hafen liegen lassen und für die drei Wochen nach Hause fliegen und dann mit der nächsten Crew ab dem 10 07. neu starten. Wenn sich da keine anderen Wünsche von Seiten der Mitsegler ergeben, wird es dann weiter in Richtung Gibraltar gehen.

Das war’s schon `mal von der ersten Etappe der diesjährigen Sommerreise. Mehr folgt dann (hoffentlich).

Ricos Reiseberichte 2022

Reisebericht 15.9.22

Moin, heute mal wieder ein kleiner Reisebericht der Atlantik-Segler. Nach zwei Segeltagen mit teils kräftiger Dünung, jedoch mit guten Windverhältnissen sind wir nach einem Zwischenstop in Mazagon nun an der portugiesischen Grenze Vila Real de Santo Antonio angekommen. Hier fuhren wir ein Stück den Grenzfluss Rio Guadiana entlang bis zu einer schönen Marina direkt vor der tollen Altstadt. Wir müssen uns nun auch mit den Gezeiten auseinandersetzen und die Tidenkalender studieren. Die Strömungen treiben das Schiff manchmal kräftig an oder stehen voll gegen an. Morgen starten wir Richtung Faro und wollen uns eine Ankerstelle suchen. Hier beginnen nun auch die Delfin 🐬 Beobachtungsgebiete und ich hoffe wir bekommen die schönen Tiere auch mal vor den Bug.

Der Autor Rico als Steuermann

Wir sind in Portugal

Der von Möwen vollgekackte Steg in Vila Real de Santo Antonio

Blick von der Marina in die Altstadt Vila Real de Santo Antonio

Der Grenzfluss Rio Guadiana mit dem Blick auf die spanische Seite Ayamonte

Reisebericht 18.9.22

Weiter geht unsere Segeltour entlang der portugiesischen Atlantik-Küste. Nach einem Super-Segelwetter bei halben Wind mit 15 Knoten erreichten wir vor zwei Tagen die Lagune vor Faro. Wir suchten uns darin ein gutes Plätzchen und ließen den Anker und ca. 35 Meter Ankerkette auf dem Grund. Das Ankermanöver gelang beim ersten Mal. Sehr schön. Die Lagune ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten im östlichen Teil der Algarve mit dem Naturpark Ria Formosa bei Faro. 2010 wurde dieses Gebiet zu einem der sieben Naturwunder Portugals gewählt. Leider wird die Idylle durch den starken Flugverkehr und die vielen Motorboote getrübt. Von da aus segelten wir weiter nach Quarteira und weiter bei Böen aus Ost bis zu 30 Knoten an der Hafenausfahrt bis nach Albufeira. Wir beschlossen nur mit der Genua 3 zu segeln und hatten damit eine gute Wahl bei der Größe der Segelfläche getroffen. Heute werden wir im Hafen von Albufeira ein Volksfest mit Livemusik und hoffentlich vielen Leckereien besuchen.

Wir genießen den Sonnenuntergang von unserem Ankerplatz in der Lagune von Faro und Olhao.

Wir checken an der Begrüßungspier in der Marina von Albufeira ein.

Reisebericht 20.09.22

Bom Dia aus Albufeira! Uns gefiel es hier sehr gut und wir beschlossen einen Tag länger hier zu bleiben. Am Sonntag besuchten wir ein Volksfest der Einheimischen, bei dem wir die gute portugiesische Küche und Livemusik von Revival-Bands zu Queen und Bob Marley genossen. Mit dem Motorboot ging es dann zu den berühmten, von dem wilden Atlantik ausgespülten Höhlen in dieser Küstenregion. Ein wahrer Traum.😉 Danach gab es endlich eine Begegnung mit den hier vorkommenden Delphinen. Leider werden die schönen Tiere erheblich durch den Touristen-Rummel genervt …

Der Yellow-Submarine-Felsen.

 

 

 

Elisabeth und Jörg genießen Paela, In Salata de Pulpu und Cataplana.

Oldtimer-Ausstellung mit einem T2 direkt im Hafen.

Reisebericht 24.9.22

Heute wieder ein Reisebericht. Die letzte Etappe unserer Segelreise führte uns bei geringen Wind von Albufeira und Portimão in die geschichtlich interessante Stadt Lagos. Hier erwartete uns eine wunderschöne Altstadt, die mich wegen ihrer Bauweise und der Fado-Restaurants an Lissabon mit seinem Altstadtteil Alfama erinnerte. Wir mieteten uns ein Moped und fuhren die atemberaubende Küste entlang und badeten in den herrlich versteckten Buchten. Hier endet nun auch das Segeljahr der Yssabeau. Die letzte Fahrt führte uns in die Werft von Lagos, in der das Schiff ausgekrant wurde.

Ricos Reiseberichte 2021

23.8.2021
Moin aus Nizza! Es sind schon wieder 30 Grad und es ist etwas gewittrig.
Heute wird das Schiff weiter vorbereitet und die letzten Einkäufe werden in Kürze via Lieferservice gebracht.
Morgen geht es dann los.
Leider ist beim Einbau des Plotters irgendetwas schief gegangen.
Das Gerät funktioniert nicht mehr und wir müssen via Internet ein neues Gerät beschaffen.

24.8.2021
Heute sind heute nach einem turbulenten Segeltörn von drei Windstärken bis Gewitter mit Böen bis zu 34 Knoten in einer kleinen beschaulichen Marina in La Figueirette angekommen.
Unterwegs waren die Küste und sämtliche Ankerplätze voll mit Luxus-Yachten. Vom Flughafen Nizza flogen pausenlos Privat-Hubschrauber über unsere Köpfe zu ihren Anwesen oder Schiffen.
Der Reichtum in dieser Gegend im Vergleich zu der Hungersnot in anderen Gebieten macht einem schon etwas nachdenklich.
Jetzt wird erstmal gekocht. Es gibt Steak mit Blumenkohl.

25.08.2021
Salut! Wir sind heute nach einem sehr ruhigen Segeltag in den Hafen von Les Issambres eingelaufen.
Das ist ein kleiner Ort in der Nähe von Saint Tropez.
Das Wetter hat sich wieder beruhigt, die Sonne scheint bei 27 Grad und das Wasser hat noch super 25 Grad.
Wir trinken jetzt ein Hafenbier und dann gehe ich erstmal baden.

26.08.2021
bonne soirée, so kann sich das Blatt wenden….
Wir sind heute nach einem turbulenten Segeltag in Grande Plage du Lavandou angekommen.
Bei Gewitter-Böen bis 39 Knoten stampfte die Yssabeau schwer in der See.
Es wurden zwei Reffs am Großsegel und eins am Genuasegel fällig.
Die Gangway ist durch die Welle zerbrochen und wir treten mit dem Schiff bei um Ordnung an Deck zu schaffen.
Unter Deck sah es aus als wäre eine Horde Wildschweine durchgelaufen.
Wir müssen uns nun eine neue Bohle besorgen denn die alte ist nicht mehr zu reparieren.
Außerdem wurde am Mast der Einfädler durch den enormen Druck der Segellatte beschädigt und muss ersetzt werden.

27.8.2021
Bonsoir aus dem schönen Süd-Frankreich!
In Anbetracht der Segler-Ereignisse ist nun auch mal wieder ein kleiner Reisebericht fällig.
Nach den ersten Starkwind-Törns beruhigt sich das Wetter langsam wieder und es gibt sehr angenehme Temperaturen und den zugehörigen Segelwind.
Wir sind heute von Hyeres nach Saint Mandriersur – Mer … gegenüber von Toulon gesegelt.
Hyeres ist ein sehr schönes Segel-Revier auf dem auch die legendären 12er und andere wunderschöne Segel-Klassiker zu Hause sind.
Es ist faszinierend diese Schiffe unter Segeln zu beobachten, auch wenn sie ziemlich langsam sind.
Jetzt liegen wir mit der Yssabeau in Saint Mandriersur Mer, einem herrlichen, französisch-typischen Hafenort.
Wir haben lecker mediterran gegessen (außer Jörg) und genießen den schönen Abend.

Eine 12er
Leider hat sich vor dem beschriebenen erlebten eine Katastrophe im Hafen von Hyeres  ereignet.
Während unseren Reparaturen am Mast im Hafen flog, vermutlich durch eine Gasflasche ausgelöst, ein Motorboot nicht weit von uns in die Luft.
Der Knall war unbeschreiblich laut und erinnerte irgendwie an die Explosion einer Weltkriegsbombe.
Die Trümmer flogen einige hundert Meter durch die Luft und es waren Schreie zu hören.
Was dann folgte kann sich wohl nur ein Feuerwehrmann vorstellen…
Das Motorboot brannte in sehr kurzer Zeit lichterloh und entzündete auch die nebenliegenden Segler.
Die GFK-Bootskörper und auch die Segel entzündeten sich in unglaublich kurzer Zeit.
Nachdem die Feuerwehr den Brand nicht mehr unter Kontrolle bekam, wurde das brennende Boot schließlich auf das offene Meer geschleppt, wo es dann unterging.
Das zeigte mir das mit Propangas aber nicht wirklich zu spaßen ist…

30.8.2021
Wir befinden uns nun in einem wunderschönen Stadthafen in La Ciotat und haben auf unserer Strecke Nizza, Saint Tropez, Cannes und Toulon hinter uns gelassen.
In Toulon liegt die legendäre Westwind-Flotte der Französischen Marine mit imposanten Flugzeugträgern und Fregatten.
Das Segeln gegen die hier vorherrschenden Mistral-Winde ist zeitweise knackig – gegenan und mit nur mit Reff machbar.
Ab Marseille wird sich der Wind aber dann erwartungsgemäß drehen und achterlich uns voranschieben.
Die Temperaturen werden auch hier nun langsam moderat und man muss Abends und beim Segeln was überziehen.
Aber wir genießen die schöne Landschaft, die sehr netten Leute und die vielen kleinen Hafenstädtchen…
Jörg treibt etwas Sport …

Toulon


La Ciotat

31.08.2021
Salut, heute wieder ein kleiner Reisebericht vom Segel-Törn an der Mittelmeerküste in Frankreich!
Wir haben nun so langsam das Gebiet um die Cote d’Azur verlassen und sind gestern in einem kleinen Hafen gegenüber von Marseille in Port du Friol eingelaufen.
Leider müssen wir zunächst einen ca, 24 x25 cm großen Flicken beidseitig auf das Großsegel nähen.
Die letzten Törns waren zu vie für das Material.
Aber ich habe auch Material für den Bau einer neuen Gangway gefunden und werde diese in den nächsten Tagen zusammenbauen.
Vor Marseille wird man neben der imposanten Großstadt mit dem Station und den vielen Kreuzfahrern zuerst auf das berüchtigte Gefängnis Château d’If, eine Festung auf der Insel Île d’If vor der Küste von Marseille, aufmerksam.
Hier soll der Graf von Monte Christo eingesperrt gewesen sein nachdem er als Seemann am Tage seiner Verlobung verhaftet wurde.
Von dieser Stelle sind wir heute mit angenehmen halben Wind weiter Richtung Carro – sozusagen in die Provence gesegelt.

Château d’If

04.09.2021
Nachdem wir uns von Marseille entfernten lies auch der Mistral nach und es dominierte halber- oder achterlicher Wind der uns in zwei Tagen 50 Seemeilen voran brachte.
Dabei ging es immer an den Mündungsarmen der Rhone im respektvollen Abstand entlang.
Die Rhone schwemmt Unmengen von Sedimenten in das Mittelmeer und daraus entstehen riesige Sandbänke.
Eine Navigation entlang der vielen Untiefen-Tonnen mit Seekarten, GPS und Tiefenmesser waren unbedingt notwendig um nicht auf Grund zu laufen.
In der Camargue findet man noch Wildpferde und auch Flamingos.
Zwei von diesen schönen Flamingos habe ich auch zum ersten Mal fliegen sehen.
Beim diesem Anblick stellte sich bei mir eine Gänsehaut auf.
Auf unserer letzten Etappe nach Montpellier wurden wir von einem großen Gewitter-Gebiet mitten auf See überrascht.
Nach unserer schlechten Erfahrung wurden die Segel diesmal sofort eingeholt beziehungsweise auf kleinste Stufe gerefft.
Der Wind verhielt sich diesmal jedoch moderat aber es regnete in Strömen, blitzte und donnerte und unsere Ölzeug wurde so langsam auch innen nass.
Jetzt liegen wir erstmal bis Montag in Montpellier, reparieren ein paar Sachen an der Yssabeau und machen auch mal Reinschiff, denn am Montag kommen die Mädels an Bord.
Ich liege am herrlichen Sandstrand und schaue mir das Meer mal von der anderen Seite an…

8.9.2021
Nach dem Crew-Wechsel in Montpellier wurden zunächst neben einigen kleineren Reparaturen am Schiff die Vorräte aufgefüllt, neues Frischwasser an Bord genommen und dann ging es am Dienstag los Richtung Cap d’ Agde.
Die 30 Seemeilen bis dahin waren für unsere Mädels gleich eine erste Herausforderung.
Wir teilten uns die Aufgaben wie Navigation, Steuern gut untereinander ein und erlebten bei halben Wind einen sehr schönen Segeltag.
Abends erkundeten wir den tollen Strand der mich irgendwie an den Atlantik erinnert und gingen natürlich auch baden.
An Bord wurde von der restlichen Crew ein leckeres Abendessen zubereitet und es wurde ein schöner Abend mit viel Spaß und dem dazugehörigen französischen Wein.
Am nächsten Morgen schliefen alle erstmal richtig aus, und gegen Mittag machten wir uns auf Richtung Gruissan.
Wir entschieden uns bei den vorherrschenden Winden nur das Genua-Segel gerefft zu setzen und waren damit auf der richtigen Seite.
Die Winde gingen achterlich bis auf 20 Knoten und die Welle baute sich gerade in den geringeren Tiefen mächtig auf.
Nachdem wir die schmale Hafeneinfahrt von Gruissan mit Maschine und Genua-Segel sowie seitlicher Welle gut passierten, konnten wir im gut geschützten Hafen direkt längs neben einigen Hafenkneipen fest machen.
Leider ist für heute Nacht und auch morgen Sturm und Gewitter angesagt und es blitzt bereits rund um uns.
Wir haben noch das Schiff mit zusätzlichen Leinen – den Springs – gesichert und gehen so langsam in die Kojen.
Ich habe mich über die Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung informiert und hoffe das wir dazu morgen etwas Zeit und gutes Wetter finden …

Die Bucht von Cap d’ Agde


Die Altstadt von Gruissan mit ihren davor gelagerten Salz-Lagunen.

12.09.2021
Wir verlassen nun morgen das mir so an das Herz gewachsene Frankreich und werden planmäßig den ersten Hafen in Spanien erreichen.
Vorher haben wir jedoch den Ort Gruissan mit seiner wunderschönen in Schnecken-Form angelegten Altstadt um die Burgruine, der Meeres-Salz-Gewinnung und Banyuls, eine noch schönere alte Hafenstadt mit einem direkt angrenzenden Uni-Meeres-Forschungsinstitut kennengelernt.
Hier gefällt es mir auf unserer Reise besonders gut.
Die Mischung aus Meer, den hier beginnenden Pyrenäen, den freundlichen Menschen, dem herrlichen Wein sowie der Meeres-Forschung begeistern mich.
Ich konnte mir nicht die Gedanken unterdrücken hier zu bleiben.
Das gemeinsame heutige Muschel-Abendessen an Bord passte gut zu diesem Gedanken.
Wir zirkelten noch einmal unsere bevorstehenden Seemeilen auf den Seekarten ab und beschlossen, dass noch genügend Zeit für einen Besuch der Meeres-Aquarien in Banyuls drin ist.
Auch das Segel-Wetter passte in die schönen Erlebnisse der letzten Tage mit halben Wind ohne Welle ganz gut als Urlaubs-Segel-Wetter…

Banyuls mit seinem Viadukt

19.09.2021
Adios Spanien … nachdem wir den Golf von Leon bis zur Costa Brava durchsegelten, endet nun die abenteuerliche Reise für mich nach 483 Seemeilen – das sind ca. 895 Kilometern in Barcelona.
Dabei habe ich von wunderbaren Seegeltagen, Starkregen, Windböen bis 39 Knoten alles erlebt was man sich im Wassersport vorstellen kann.
Wir haben Spanien mit seinen sehr sauberen und gepflegten Marinas sowie der herrlichen Landschaften entlang Port de la Selva, L’Escala Port d’Aro bis Port Balis kennengelernt.
Lediglich die stellenweise Betonklotz-artigen Hotelanlagen an einigen Küsten trübten die ansonsten wunderschönen Eindrücke.
In Barcelona angekommen gönnten wir uns noch einige Stunden am Strand bis zu unseren gestrigen Abflug in die doch ziemlich kalte Heimat …

Teil 8: Segeln von Pisa nach Saint-Laurent-du-Var (bei Nizza)

So wie geplant ging es nun am 09.07. los. Ohne Komplikationen mit dem Lufthansaflieger nach Frankfurt, umsteigen in einen Flieger von Air Dolomiti (hatte ich bisher auch noch nie gehört) und dann planmäßige Landung in Pisa. Sogar unser Gepäck landete mit uns in Pisa, was ja nicht unbedingt immer so klappt.

Wir hatten einen Mietwagen gebucht, den wir dann nach längerem Suchen auf einem Riesenparkplatz auch fanden. So gelangten wir ziemlich unkompliziert nach Arnovecchio, wo die Yssabeau schon auf uns wartete. Das Unterwasserschiff war mit Antifouling gestrichen, der Rumpf poliert, nur das Deck war völlig verdreckt. Da gab es dann außer den üblichen Arbeiten wie Segel anschlagen, Bimini und Sprayhood anbauen etc. noch einiges zu tun.

Das Schiff sollte dann am Montag ins Wasser, so dass wir Samstag und Sonntag Zeit hatten, einige Dinge zu erledigen, wobei sich unser Mietwagen als wahrer Segen entpuppte. Wir konnten in die Stadt fahren und beim Lidl unseren Proviant für die kommende Zeit einkaufen. Vor allem mußten wir die Getränke nicht durch die Gegend schleppen.

Hatten wir am Freitagabend noch Glück, dass wir nach zwei Versuchen einen Platz in einem Restaurant ergattern konnten, so erwies sich das am Samstag als unmöglich. Ohne Reservierung ging da gar nichts. Die Rettung war dann eine Dönerbude, von wo wir ein Takeaway Kebab mit aufs Schiff nahmen.

Am Montagnachmittag wurde die Yssabeau dann ins Wasser gekrant und wir verholten auf einen Liegeplatz an einem Steg. Werner brachte das Auto zum Vermieter am Flughafen und ich kümmerte mich ums Schiff. Beim Blick in den Motorraum stellte sich heraus, dass die Kühlwasserpumpe leckte und jede Menge Wasser in der Bilge stand. Somit war ich erst einmal damit beschäftigt, die Bilge zu lenzen.

Auf einen Motormechaniker, der die Kühlwasserpumpe abdichten sollte, mußten wir dann einen Tag warten, was aber nicht besonders schlimm war, hatten wir doch ohnehin noch genug zu tun.

Man glaubt’s ja nicht, aber aus nicht so richtig nachvollziehbaren Gründen funktionierten einige Dinge nicht mehr, die vor der Außerdienststellung noch funktioniert hatten.

So verbrachten wir fast einen ganzen Tag damit, die LED-Leuchte über der Pantry wieder zum leuchten zu bringen. Die Stromverteilung und das Kabel waren völlig marode und wurde von Werner und mir erneuert.

An Arbeit mangelte es nicht, was dazu führte, dass wir erst am Freitag den 16.07. los kamen. Für die drei Tage, die wir nach dem Slippen auf dem Wasserliegeplatz gelegen haben, durften wir dann nochmal 30,- € pro Tag extra bezahlen.

Bei mäßigem Wind ging es dann elf Meilen nach Viareggio. Unterwegs stellten wir dann fest, dass weder die Logge noch der Drehzahlmesser des Motors irgendetwas anzeigten. Der Ausfall der Logge ist zwar ärgerlich aber nicht so dramatisch. Das hatten wir ja schon öfter, wenn sich irgendein Treibgut im Impeller festgesetzt hatte. Der Drehzahlmesser machte mir da größere Sorgen. Auch mit reichlich Kontaktspray war das Ding nicht wieder zum Leben zu erwecken.

Beim Bilgencheck in Viareggio fand ich wieder Kühlflüssigkeit in der Motorbilge, nicht mehr so viel wie vorher, aber doch mehr als nur ein paar Tropfen. Da war ich dann wieder mit Bilge trocknen beschäftigt.

In der Hoffnung, dass sich vielleicht doch noch am Samstag ein Monteur für den Motor findet, verbrachten wir den Samstag in der Marina, wieder mit diversen Arbeiten am Boot.

Natürlich läßt sich am Wochenende kein Handwerker auftreiben und so beschließen wir, am Sonntag nach Carrara zu fahren.

Den größten Teil der 13 Meilen Strecke segeln wir bei abflauenden drei Windstärken, da ich den Motor nicht beanspruchen will. Man weiß ja nicht, was da mit der Kühlung ist.

Carrara ist ein großer Hafen – immerhin werden hier die Marmorblöcke verschifft – und es dauert eine ganze Weile, bis ich über UKW einen Marinero vom Club Nautico zu fassen kriege, der uns dann einen Liegeplatz zuweist. Wir schildern ihm unser Problem und er verspricht, sich am Montag darum zu kümmern. Also wieder ein Hafentag.

Am Montagmorgen, auf dem Rückweg von den Sanitäranlagen, treffe ich Luciano (so heißt der Marinero von gestern) zufällig bei der Krananlage. Auf meine Nachfrage bezüglich eines Motormechanikers greift er zum Telefon und unternimmt offenbar mehrere Versuche, einen Mechaniker zu organisieren, was ihm aber nicht gelingt. Die sind angeblich alle ausgebucht und beschäftigt.

Mittlerweile haben sich noch zwei weitere Personen zu uns gesellt und machen Vorschläge, wen man noch alles anrufen könnte. Einer von denen spricht ganz gut Englisch, so dass eine Verständigung über unser Problem zustande kommt.

Tatsächlich findet sich dann doch noch ein Mechaniker, der verspricht, irgendwann im Laufe des Nachmittags am Schiff vorbei zu kommen. Und tatsächlich, er taucht dann wirklich auf, stellt sich als Fillipo vor und erklärt gleich in gut verständlichem Englisch, dass er, weil er ein paar Jahre in Amerika gelebt hat, Amerikanisch spricht und mit Englisch nichts zu tun haben will.

Mir war das egal, konnte man doch ganz gut mit ihm auf Englisch kommunizieren.

Nachdem ich ihm unsere Probleme – glibberiges Wasser in der Motorbilge und ein nicht funktionierender Drehzahlmesser – geschildert hatte, machte er sich gleich daran, den Motor zu checken, um nach einiger Zeit des Suchens festzustellen, dass nirgendwo eine Undichtigkeit zu finden war. Um sicher zu gehen meinte er, müßten wir aus dem Hafen rausfahren und den Motor unter Last prüfen.

Für den Drehzahlmesser fühlte er sich nicht so richtig zuständig, da er kein Elektriker sei.

Also fuhren wir erst einmal vor den Hafen und drehten dort Kreise unter Motor. Irgendwelche Undichtigkeiten an der Maschine konnten wir nicht feststellen und nach einigen Überlegungen kamen wir zu dem Schluß, dass die Firma, die in Arnovecchio den Motor gewartet hatte, wohl mit dem Auffüllen des Kühlmittels etwas großzügig verfahren war und der Überschuß in die Bilge gedrückt worden war. Also, das Problem war gelöst.

Während wir unsere Kreise drehten, erhielt unser Mechaniker mehrere Anrufe auf seinem Handy und er fragte dann, ob wir ein Segelboot mit Motorschaden, welches irgendwo vor dem Hafen herumsegelte, abschleppen könnten. Keine Frage, das wollten wir dann wohl machen.

Unser Mechaniker Fillipo hatte schon angekündigt, dass wir es wohl mit einer ziemlichen Chaotencrew zu tun bekämen. Und so war’s dann auch.

Die kamen dann mit zwei Mann Besatzung angesegelt und hatten – bevor sie überhaupt irgendwelche Vorbereitungen für einen Schlepp getroffen haben – nichts besseres zu tun, als ihr nachgeschlepptes Dingi an Deck zu hieven. Das dauerte und derweil fuhren wir neben denen her.

Warum die sich nicht selbst mit ihrem Dingi abschleppen konnten, ist mir auch nicht klar geworden. Jedenfalls konnten wir nach einiger Zeit die von uns vorbereitete Schleppleine übergeben und dann langsam in Richtung Hafen motoren.

Der Steuermann der geschleppten Yacht fuhr hinter uns wilde Kurven nach links und rechts hinter uns her, bis Fillipo ihm lautstark klar machte, das er gefälligst geradeaus hinter uns Kurs halten solle.

So schafften wir es dann die beiden „Helden“ in den Hafen bis kurz vor die Werft zu schleppen, wo die die Schleppverbindung dann loswarfen. Fillipo hatte telefonisch schon ein paar Leute aktiviert, die dann das langsam auf die Pier zu treibende Segelboot in Empfang nahmen. Für uns war’s das und wir fuhren zu unserem Liegeplatz beim Club Nautico.

Mit dem Hinweis, er hätte noch etwas anderes zu tun, verabschiedete sich Fillipo von uns, versprach aber, sich hinsichtlich der Elektrik für den Drehzahlmesser zu informieren und am nächsten Tag wieder zu kommen. Für uns hätte das ggf. einen weiteren Hafentag bedeutet.

Werner und ich beschlossen, den Tag als erledigt zu betrachten und uns erst einmal einen Gin Tonic zu gönnen.

Kaum stand das Getränk bereit, erschien Fillipo mit noch einem Menschen, den er als Elektriker ausgab. Dieser Mensch verstand offenbar etwas von seinem Handwerk. Nachdem die beiden das Instrumentenpanel aus- und auseinandergebaut hatten und an allen möglichen Kabelverbindungen an und vom Motor mit einem Meßgerät geprüft hatten, kam man zu dem Schluß, das die sich am Instrumentenpanel befindliche Steuereinheit kaputt sei. Ein Ersatz sei auf die Schnelle ohnehin nicht zu beschaffen, aber sie hätten die elektrischen Funktionen soweit wieder hergestellt, dass zumindest der Alarmpieper und die Leuchten wieder funktionieren. Auf den Drehzahlmesser müßten wir allerdings verzichten.

O.K., damit mußten wir dann leben. Man kann den Motor auch nach Gehör fahren.

Für die ganze Aktion zahlte ich dann 90,- €, was angesichts der Zeit die Fillipo und auch der Elektriker verbracht hatten durchaus angemessen war.

Eine angenehme Überraschung erlebten wir dann am nächsten Tag im Marinabüro beim ausklarieren. Für die zwei Tage im Club Nautico zahlten wir gerade einmal 20,- € pro Tag, also 40,- €. Das war mit Abstand der billigste Tarif der ganzen Reise.

Die nächsten Tage verliefen mehr oder weniger ereignislos. Der Wind schwächelte so dass wir etliche Meilen unter Motor zurücklegen mußten.

Von Carrara aus ging es über Lavagna Marina, Marina di Varazza, Marina di Loarno und Marina Andora nach San Remo.

In der Marina di Loarno erhielten wir sogar 10% Rabatt auf die Liegegebühren. Bei der Anmeldung im Hafenbüro entdeckte die Mitarbeiterin meinen Mitgliedsausweis der DSV Kreuzerabteilung zwischen den Schiffspapieren und bot von sich diesen Rabatt an. Mit 52,75 € war’s immer noch teuer genug.

Gekrönt wurde unser Aufenthalt in der Marina di Loarno noch von einem abendlichen Rockkonzert in unmittelbarer Nähe unseres Liegeplatzes, welches auf einer großen Freifläche in luftiger Höhe vor dem Hafenbüro statt fand. Mein Musikstil war das nicht unbedingt, aber dafür war es ziemlich laut und nach gut einer Stunde auch schon vorbei.

Alles in allem verlief der Törn wenig aufregend, da der Wind eher mäßig blies und der Motor häufiger zum Einsatz kam. Unterwegs zeigte die Logge dann auf einmal wieder die Geschwindigkeit an, ohne dass wir etwas daran gemacht hatten. Geht doch, warum nicht gleich so?

In San Remo hatten wir die Wahl zwischen der Marina oder dem Porto Communale. Wir entschieden uns für letzteren, auch weil er näher an der Altstadt liegt.

Wir guckten uns einen freien Platz an der Südmole aus, an der schon zwei Schiffe lagen und quetschten uns mit Hilfe eines Crewmitgliedes der hinter uns liegenden französischen Yacht zwischen die beiden. Die Möglichkeiten zum Festmachen waren sehr begrenzt, die wenigen Poller standen weit auseinander und die Ringe an der Hafenmauer waren durchgerostet. Nach einigem Gefummel hatten wir die Yssabeau dann ganz gut festgemacht, um dann festzustellen, dass es weder Strom noch Wasser gab und auch die Sanitäranlegen verschlossen waren.

Dafür haben wir dann auch kein Liegegeld bezahlt, obwohl Werner pflichtschuldigst das Hafenbüro aufgesucht hat, welches allerdings geschlossen und niemand erreichbar war.

Zum Abendessen gingen wir in die Stadt. San Remo ist selbstverständlich ein von Touristen bevölkerter Ort. Aber auch die Italiener selbst tragen dazu bei, dass es in der gesamten Altstadt von Menschenmassen nur so wimmelt. Es war schon schwierig, ein für uns passendes Restaurant zu finden. Schließlich gelang uns das in einer relativ engen Gasse, wo wir dann ganz gut gegessen haben und das auch noch für Italienische Verhältnisse zu halbwegs vernünftigen Preisen.

Am nächsten Morgen – es war Sonntag – unternahmen wir erst gar nicht den Versuch, im Hafenbüro Liegegeld zu bezahlen und machten uns einfach vom Acker.

Der Wind wehte mäßig bis gar nicht, so dass wir erst einmal eine ganze Weile motorten. Irgendwann kam dann doch etwas Wind auf, so dass wir über die immaginäre italienisch-französische Grenze segeln konnten. Wir waren in Frankreich.

Das machte sich sofort bemerkbar, als wir in den Hafen von Menton einliefen. In der Marina Menton Garavan gab es eine Anmeldepier neben der Tankstelle, an der man zuerst festmachen mußte, um sich dann im Hafenbüro anzumelden. Hier bekam man dann einen Liegeplatz zugewiesen, an den man dann verholen konnte, was wir dann auch taten. Ein junger Mann stand schon dort und war uns beim anlegen behilflich.

Von Menton aus ging es dann die Küste entlang, an Monaco vorbei in Richtung Nizza. Wir konnten sogar segeln.

Aus der Ferne machte Monaco keinen besonders guten Eindruck auf mich. Von der Altstadt, so es denn eine gibt, war von See aus nicht allzuviel zu erkennen. Das imposanteste Gebäude war das Meeresmuseum, welches direkt am Ufer steht. Ansonsten ragen Hochhäuser in den Himmel und ein paar Super-Motoryachten, die vor und im Hafen lagen, zierten die Stadtansicht. Wohnen möchte ich dort nicht, aber ich brauche auch kein Steuerparadies.

Wir passierten Nizza in nicht all zu weitem Abstand, so dass wir einen schönen Blick auf die Stadt hatten und segelten parallel zur Landebahn des Flughafens nach Saint Laurent du Var.

Da unser Dieseltank ziemlich leer war, machten wir erst einmal an der Tankstelle fest und bunkerten 70 Liter Diesel.

Die Tankstellenpier war auch gleichzeitig Einklarierungspier. Das Hafenbüro war gleich nebenan.

Wir hatten uns zwar übers Internet angemeldet, aber offenbar war die Mail nicht auffindbar. So dauerte es ein wenig bis man einen Liegeplatz für uns gefunden hatte.

Wir verholten dorthin und wurden von einem hilfreichen Marinamitarbeiter in Empfang genommen.

Hier endete dann erst einmal der Sommersegeltörn. Die Nachfolgecrew hatte abgesagt und Werner und ich flogen am 29.07. nach Hause.

Ich fand den Reiseabschnitt von Pisa nach Nizza eigentlich recht schön. Die Küstenlandschaft ist von grüner Vegetation geprägt, obwohl natürlich auch bebaut.

Nach meinem Empfinden lebt hier auch ein ganz anderer Menschenschlag, als in Süditalien. Wir begegneten immer freundlichen und hilfsbereiten Leuten und irgendwie machte die ganze Atmosphäre in den Häfen und auch in den Orten einen entspannteren Eindruck. Ich hatte nie das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden, eher das Gegenteil war der Fall.

Alles in allem war es ein ganz netter Saisonauftakt, sieht man einmal von den Reparaturen ab, die trotz der teuren Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen im Winterlager dann doch noch unterwegs anfielen.

Ricos Reiseberichte 2020

Samstag, der 5.9.20

 

Ein Buongiorno von den Liparischen Inseln! Auf der für uns letzten Überfahrt nach Milazzo nun auch der letzte Reisebericht von diesem schönen Segelabeteuer. Nachdem wir am Donnerstag in einer wunderschönen Bucht vor der Insel Vulcano vor Anker lagen und unsere mitgebrachten Steaks am Achterdeck auf den Grill gepackt hatten, wurden wir mit einem traumhaften Sonnenuntergang verwöhnt.

Gestern fuhren wir dann in den Hafen der Insel um an Land uns ein Bad in den Schwefel-Quellen direkt am Strand zu gönnen. Am Nachmittag war dann der Aufstieg auf den ca. 300 Meter hohen Vulkankrater geplant. Der beschwerliche Aufstieg wurde mit einer atemberaubenden Aussicht von Stromboli bis Lipari belohnt. Heute Abend werden wir uns in Milazzo noch ein nettes Lokal suchen um noch einmal die italienische Küche zu genießen.

 

Montag, den 31.8.20 

Moin, heute mal wieder ein kleiner Reisebericht. Nachdem Max am Samstag pünktlich zum Schulstart nach Hause flog, kamen die Mädels Elisabeth und Sabine an Bord. Die beiden müssen sich nun erstmal an die Hitze gewöhnen. Nun segeln wir zu fünft weiter Richtung Norden in die Straße von Messina über Riposto nach Regio de Calabria weiter zu den Liparischen Inseln mit dem berühmten Stromboli. Dabei wollen wir noch die letzten südlichen Winde vor einer nahenden Gewitterfront aus Tunesien nutzen. Auf See gab es eine schöne Badepause bei der ich unter das Boot tauchte um die Logge ( ein kleines Rädchen das die Geschwindigkeit in Knoten zu den Instrumenten überträgt) von Algen zu befreien und wieder gängig zu machen. Eine extra ausgebrachte Achterleine (am Heck des Schiffes) mit einem daran angebrachten Fender sorgten für Badespass. Elisabeth bekommt nach und nach eine umfassende Einweisung in das seemännische Handwerk. Abends kochten die Mädels mediterrane Küche mit leckeren Muscheln und einem Salat aus den herrlichen italienischen Tomaten. Leider berichten Segelfreunde aus Griechenland, dass die Spannungen zwischen den Griechen und den Türken zunehmen und deshalb das dortige Revier verlassen und sich auf den Weg nach Sizilien machen. Wir sind froh davon und von Corona Risikogebieten fern zu sein.

Mittwoch, den 2.9.20

Moin, nachdem wir gestern einen Besuch im noblen Stadtteil von Reggio de Calabria mit seinen unendlichen Schuh- und Modegeschäften machten, setzen wir heute unsere Reise fort und verließen das Ionische Meer Richtung Tyrrhenisches Meer vorbei an der Meerenge an der Straße von Messina. An der Grenze dieser beiden Meere konnten wir die eigenartigen Verwirblungen auf Grund der enormen Strömungen beobachten, welche in der griechischen Sage den Ort der beiden Meeresungeheuer Skylla und Charybdis beschreiben. Zitat Homer Odyssee: „ Während wir nun, in der Angst des Todes, alle dahinsahn,Neigte sich Skylla herab, und nahm aus dem Raume des Schiffes

Mir sechs Männer, die stärksten an Mut und nervigen Armen.

Als ich jetzt auf das eilende Schiff und die Freunde zurücksah, 

Da erblickt‘ ich schon oben die Händ‘ und Füße der Lieben,

Die hoch über mir schwebten; sie schrien und jammerten alle… „. 

Nach dem Passieren dieses mystischen Ortes zeigte sich der mächtige Vulkan Stromboli Steuerbord voraus und die Insel Vulcano an der Backbordseite am Horizont. Neuer Kurs und Ziel des heutigen Tages ist der Hafen der kleinen Stadt Milazzo.

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23.08.2020:

Moin, nun will ich mich nochmal melden. Nachdem wir in Crotone an Bord gingen und uns die Kojen eingerichtet hatten, war erstmal Einkaufen angesagt. Wir transportierten jede Menge Getränke an Bord aber auch einiges von dem guten italienischen Schinken. Gestern ging es dann nach einem guten Frühstück auf See und Max durfte seine Kräfte beim Segel setzen unter Beweis stellen und anschließend auch steuern. Am Nachmittag waren wir dann in Le Castello, ein netter kleiner Ort mit einem kleinen Hafen. Max holte sich seinen Fotoapparat und schaute sich das Städtchen an, unter Deck wurden Spaghetti zubereitet und ich kümmerte mich um die Rückflüge. Nun steht fest, dass wir nach Sizilien Richtung Crotone weiter in die Straße von Messina fahren. Heute Morgen ging es dann gegen 7 Uhr los, denn wir müssen 44 sm schaffen. Die technischen Probleme an der Elektrik und am Kühler der Yssabeau sind behoben und das Schiff läuft wieder….

 

25.08.2020:

Buongiorno! Heute mal wieder ein kleiner Reisebericht. Der gestrige Segeltag hatte zum Anfang etwas mehr Seegang. Max wurde immer ruhiger und fütterte schließlich die Fische. Wir konnten ihm aber vorher noch an die Lee-Seite schicken (die Wind-abgewandte Seite) und so blieb das Schiff sauber. Etwas später beruhigte sich die See wieder und wir wurden mit einem kurzen Delfin-Besuch belohnt. Es ist schon faszinierend wie schnell diese schönen Tiere im Wasser sind. Nachdem wir dann im Hafen unseren nächsten Großeinkauf mit Hilfe eines Lieferservices erledigten, stärkten wir uns in der Pizzeria am Hafen. Das war auch nötig, da wir beschlossen hatten am Abend auszulaufen und einen Nacht-Segeltörn für die bevorstehenden 70 sm einzulegen. Wir checkten noch einmal die Beleuchtung des Schiffes und dann ging es los. Die Wachablösung wurde einstimmig alle vier Stunden bestimmt. Nachdem ich die erste Wache mit Jörg unter einem schönen Sternenhimmel verbracht hatte, zeigte sich heute Morgen der gewaltige Aetna mit seinen 3300 Metern Höhe. Diesen steuern wir nun direkt an. Zwischendurch drehte der Wind in der Düse in der Straße von Messina bis auf 22 Knoten und ein Reffmanöver auf die 1. Reffstufe am Großsegel und auf Genua 3 waren notwendig. Jetzt steuern wir direkt das Tor zum Aetna – Riposto an….

 

27.08.2020:

Moin, gestern gönnten wir uns einen Tag Pause in Riposto. Wir erkundeten die kleine Innenstadt, probierten mal wieder das leckere italienische Eis und waren baden. Am Nachmittag wurden wir Zeuge einer sizilianischen Hochzeit bei der die Braut von ihrem Vater mit dem Boot zum Bräutigam geschafft wurde. Abends kauften wir uns an dem kleinen Markt am Hafen frische Schwertfisch-Stücke und machten uns ein leckeres Abendessen. Heute Vormittag sind wir dann aus der ziemlich hochpreisigen Marina ausgelaufen und nehmen Kurs auf eine kleine Bucht vor Catania. Max hat sich Reisetabletten besorgt und sieht heute auf See besser aus. Peter macht uns unter Deck leckeres Bruschetta. Sollte uns diese gefallen, werden wir heute Nacht da vor Anker ?? gehen….

 

28.08.2020:

Buonasera, heute mal wieder ein neuer Reisebericht. Nachdem wir gestern von Riposto mit achterlichen Wind die Segel setzen, war unser eigentliches Ziel in einer der Buchten zwischen den Zyklopen-Inseln und Catania zu Ankern. Leider war die Welle so hoch, dass wir unseren Plan begraben mussten. Also beschlossen wir direkt nach Catania weiter zu segeln. Hier liegen wir nun in einer kleinen Marina mitten im großen Stadthafen umgeben von den großen Fähren Richtung Neapel und Salerno. Nach einer ruhigen Nacht waren wir heute Morgen ziemlich erstaunt wie der Aetna unser Schiff mit schwarzer Asche bedeckt hatte. Überhaupt waren in der Marina alle schon mit Reinschiff beschäftigt. Die Mühen wurden aber mit einem Besuch der schönen Altstadt von Catania belohnt. Diese Stadt wurde schon einmal durch die Vulkan-Lava und einen Erdbeben vollständig zerstört und wieder aufgebaut.
















Warten in Brindisi

Nr.3

Montag der 10.08.2020

Buongiorno

Jörg und ich sind morgens so aufgestanden , dass die Mechaniker um 08:00 Uhr mit der Arbeit am Wärmetauscher, der sich unter Jörgs Koje befindet, anfangen können. Frühstücken werden wir, wenn ich wiederkomme. Jörg bleibt an Bord und ich gehe in den größeren 3 km entfernten Supermarkt in Brindisi. Hier bekomme ich Obst, Gemüse, Fleisch etc. alles was man so braucht. Bei meiner Rückkehr nach 2 h sind die Mechaniker noch nicht da. Wir frühstücken, keine Mechaniker. Wir warten den ganzen Tag, mahnen über die Marina an, nichts passiert.

Gegen 18:00 Uhr hab ich die Faxen dicke und begebe mich auf das ziemlich große Werftgelände um ihn zu suchen, finde ihn aber nicht. Finde aber das Office und dort ist auch Claudia, unserer telefonischer Kontakt auf der Werft. Sie spricht gut Englisch und verspricht mir das selbe wie schon seit Tagen, diesmal aber ins Angesicht und nicht nur am Telefon, der Mechaniker ist in einer Stunde da. Sollte das nicht der Fall sein so möchte ich Sie heute abend wieder persönlich ansprechen, sie ist auf einer Feier in der Marina. Wollen mal sehen!!!

Natürlich ist er nicht nach einer Stunde da. Um 20:00 Uhr erscheint er, freundlich lächelnd. Ich führe ihn unter Deck, zeige ihm wie vor3 Tagen denn Schaden am Wärmetauscher und er sagt „Pot“ und verschwindet wieder mit der Bemerkung Claudia.

Was soll ich dazu sagen? Wir können auch nicht zu einer anderen Werft mit dem Schaden, wenn wir den Motor anschmeißen säuft die Yssabeau ab, da die Kühlerpumpe das Kühlwasser direkt in die Bilge pumpt.

Weinchen trinken, und den Puls runterfahren.

 

Dienstag der 11.08.2020

Nicht gut geschlafen. Die Temperaturen gehen auch nicht mehr unter 28 Grad und kein Windhauch kühlt nachts den aufgeheizten Rumpf der Yssabeau. Ich gehe nach dem Duschen ins Marina Cafe und trinke einen Espresso. Meine Gelassenheit stellt sich irgendwie nicht so recht ein.

Frisches Brot kaufen, frühstücken, Claudia anrufen, werden auf 11:30 Uhr vertröstet, er kommt wieder nicht. Jörg bleibt weiter an Bord und ich fahre mit dem Bus in die Stadt Brindisi. Bei knappen 30 Grad stellt sich keine große Entspannung ein.

Das Städtchen ist hübsch aber gegen Mittag ist es fast gänzlich ausgestorben. Es ist wie überall sehr leer, Cafés haben fast alle geschlossen, keine Touristen. Ich suche eines mit schöner Aussicht, finde aber keins, also kaufe ich noch etwas ein und fahre mit dem Bus gegen 18:00 Uhr zurück. Das Schiff ist zu einem Wäschetrockenplatz geworden, Jörg hat gewaschen und es war kein Mechaniker an Bord, anrufen und vertrösten auf morgen. Jörg macht uns Huhn auf Reis und wir begrüßen eine Deutsche Familie die neben uns an Bord gehen, klönen ein bisschen und genießen den Abend bei einem Bierchen. Ich bin müde vom Tag und gehe früh in die Koje.

 

Mittwoch der 13.08.2020

Moin allen Reisebegleitern.

Noch einen Hinweis an alle. Wenn Ihr eine Mitteilung an mich habt, schreibt mir auf meiner Adresse „Peter Haslbeck“,  wenn Ihr einfach auf Reisebegleiter antwortet lesen das ALLE Reisebegleiter.

Stehe früh auf und gehe Kaffee trinken. Schreibe am Reisebericht und genieße die Ruhe des anbrechenden Tages. Als ich an Bord komme ist tatsächlich ein Mechaniker da und baut den Wärmetauscher aus, nach 5 Tagen. Er braucht eine halbe Stunde. Der Wärmetauscher hat im Boden ein Loch, der Fehler. Er nimmt das Teil und verschwindet lächelnd. Mal sehen wie lange er für das Schweißen braucht?

Es ist auch heute ziemlich heiß. Wir machen ein paar kleine Reparaturen, dösen etwas, essen nachmittags ein Eis in der Gelateria und lassen die ruhige Atmosphäre auf uns wirken. Die Crew einer Segelschule übt im Hafenbecken, ein paar wenige Menschen schlendern über den Steg, irgendwo klappert ein Fall (das Tau mit dem man das Segel hochzieht und wieder fallen lässt), eine Möwe schwimmt im Hafenbecken, Jörg legt seine Wäsche zusammen, eine andere Segelyacht legt irgendwo an, entspannen!

17:30 Uhr das Loch ist nicht mehr zu schweißen, der Wärmetauscher muss neu gefertigt werden, jetzt kann es eng werden für das Aufsteigen der neuen Crew Rico + Max.

Wir haben aber wie immer einen Plan B. Wenn wir einen Nacht Törn über den Golf von Tarento einlegen und Gas geben würden, wird die Strecke in der Hälfte der Zeit zu schaffen sein. Vorausgesetzt, der Wärmetauscher würde in dieser Woche noch kommen, mal sehen und die Hoffnung nicht verlieren.

Essen erst einmal Tortellini mit einem leckeren Salat und lauschen an Deck einer Jazz Band die auf dem Gelände ein Konzert gibt. Gute Musik bis 24:00 Uhr. Jörg geht schlafen und ich genieße noch die nächtliche Ruhe.

Gute Nacht und bis dann.

Peter


Die leere Marina


Spaziergang durch die Stadt

Villanova bis Brindisi

Samstag der 08.08.2020

Moin Ihr Lieben.

Die Nacht unter Anker war sehr erholsam und der Morgenspaziergang fällt wegen mangelnder Landberührung aus. Dank des Spirituskochers gibt es aber Kaffee und nach einem ausgiebigen Frühstück heißt es um 10:20 Uhr Anker auf.

Der Wind ist mit uns und bläst mit gemütlichen 3Bft aus NE (Nord Osten) so das wir bei raumen Wind ( er kommt von der Seite)und leichter Bewölkung bei angenehmen 25 Grad nach Brindiesi segeln.

Für die nicht Segler:

Ein-und auslaufen passiert immer unter Maschine. So auch heute: Genua (das kleine Vorsegel) einrollen, Großsegel runter und am Baum befestigen, Motor an, in den Hafen einlaufen und festmachen. So auch heute in Brindisi.

Was anders ist? Das Schiff ist voller Wasser, bis über die Bodenbretter. Sch………. bedeutet: Bilsch Pumpe anmachen, Schiff leer pumpen, den Rest ca 100 L. mit Schwamm und Eimer  nach Außenbords befördern und vor allen Dingen schauen, wo kommt das Wasser her.

Technik: Wasser zum kühlen des Motors wird natürlich warm. Über einen Wärmetauscher wird es mit Meerwasser gekühlt. Vermutung: Dieser Wärmetauscher ist leck und die Pumpe pumpt das Wasser nicht ins Meer sondern ins Schiff. Der angerufene Mechaniker kommt schnell und wir vermuten dass er unsere Vermutung teilt. Fremdsprachen spricht in diesem Teil Italiens so gut wie keiner. Da morgen Sonntag ist wird er Montag um 08:00 Uhr kommen und den Wärmetauscher ausbauen. Das bedeutet für uns, mehrere Tage im Hafen bleiben. Und für Jörg Kosten.

Nächstes Desaster, gegen die Auswahl im hiesige Minimarket ist meine Speisekammer zu Hause ein Schlaraffenland. Bedeutet: Montag in den 3 km entfernen Supermarkt gehen und Vorräte auffüllen. Darauf gönnen wir uns eines der letzten Biere. kratzen die letzten Reste der Vorräte zusammen und brutzeln uns was zum Abendessen.

Gute Nacht.

 

Sonntag der 09.08.2020

Erwache gerädert vom Vortag. Da der Mechaniker um den Schaden zu lokalisieren die Maschine gestern noch einmal eine Minute laufen lassen mußte haben wir wieder 60 L Wasser im Schiff, schwamm, Eimer und die selbe Prozedur wie gestern. Natürlich haben wir erstmal ausgiebig gefrühstückt.

Am Nachmittag habe ich mein schlosserisches Wissen für ein paar  Bastelarbeiten welche an Bord immer anfallen, wie der Aufmerksame Leser meiner Berichte weiß, genutzt und Abends sind wir mangels Vorräten in das Restaurant auf dem Gelände gegangen und haben hochpreisig aber gut gegessenen.

Anreise, Bari bis Villoanova

Mittwoch 05.08.2020

Nach einem guten Flug über Paris in Bari gelandet.Das Flugzeug war nicht ausgebucht und somit hatte ich immer einen Platz neben mir frei. In Paris und in Bari wurde beim ein- und aussteigen Fieber gemessen. Ich habe mich Corona mäßig sicher gefühlt.

In Bari erwartet mich Italien mit Gewitter und Platzregen, also Taxi und ab zur Yssabeau.

Werner war schon abgeflogen und ich heuerte auf einem dry shipp an. Weder Bier, Kaffee, noch Brot an Bord, also?? Das Gewitter und den Regen abwarten. Erst Einkaufen und anschließend fantastischEssen gehen. In einer kleinen Trattoria do Pesce in der Altstadt Wein und Polpo. An Bord noch ein Weinchen und ab in die Koje.

 

Donnerstag 06.08.2020

Morgens wieder in die erwachende Stadt gegangen. Ihr wisst es Schon, schlendern, Käffchen, schauen, es mir gut gehen lassen.

An Bord zurückgekehrt, schön frühstücken und den Plan für heute besprechen.

Wir segeln nach Polignano a Mare ca. 17SM. Die Küste ist hier sehr bebaut, das wird sich aber, je weiter wir nach Süden kommen, ändern. Bei achterlichem Wind Stärke 5 Bft. geht es anfangs nur mit der Genua 3 ( kleines vorsegel) in 3h in die Marina. Guter erster Tag. Die Marina ist sehr komfortabel und lange nicht voll belegt. Am nächsten Tag erfahren wir auch Warum. 110€ für eine Nacht möchte nicht jeder bezahlen. Abends kochen wir an Bord, Koteletts mit Zwiebeln, Kartoffeln und einem leckeren Salat.

 

Freitag 07.08.2020

Um 06:00 Uhr ausgeschlafen und ab in die 3km entfernte Stadt Pilognano a Mare. Eine alte auf hohen Felsen gelegene Stadt.

Es ist auch die Heimatstadt von Domenico Moduclo, der Namen sagt euch nichts? Mir auch nicht. Aber das Lied mit dem er einen Welt Hit landete kennen zumindest die Älteren unter uns „Volare“

Die Stadt hat ihm ein Denkmal gesetzt.

Ist zur Zeit mein Persönliches ProfilBild bei WATSAP.

Ich gehe durch alte sehr, sehr schmale Gassen, immer wieder einen Blick auf das Meer erhaschend, der aus dieser Höhe umwerfend ist, schlängel ich mich durch die schöne und sehr saubere Stadt. Zum Schluss ein Käffchen plus einem Hörnchen. Urlaub.

Zurück, Früstücken und weiter den Italienischen Stiefel entlang gen Südosten nach Villanova do Ostuni.

Bei gutem Wind segeln wir gemütlich immer an der Küste entlang. Gegen 16:00 Uhr laufen wir nach 23 SM und 5h in den Hafen der kleinen Stadt Vilanova ein.

Rappeldickevoll mit einheimischen Booten belegt. Da wo noch ein Plätzchen frei zu sein scheint, werden wir abgewiesen. Zu flach, wir brauchen 2 Meter Wassertiefe, oder das ist ein Eigner Platz und der kommt später noch.

Was Tun? Sichere Ankerbuchten  gibt es an diesem Küstenabschnitt nicht. Einziger Ausweg….. im Hafen Ankern, gesagt getan. Mitten im Hafen werfen wir auf 2,60 m den Anker.

Anlegerbierchen, schauen und Wohlfühlen. Jörg macht uns Spagetti Bolo und wir genießen den Sonnenuntergang. Ach so ja

Sonne, die Temperaturen liegen für Italiens Süden bei sehr angenehm 25 Grad.

 

Teil 7: Segeln in italienischen Gewässern

22.10.2020

Nun bin ich nach einer etwas abenteuerlichen Reise  wieder zu Hause in Kiel. Die Yssabeau liegt in der Marina Arnovecchio in der Nähe von Pisa ein Stück den Fluß Arno hoch. Recht Idyllisch, aber auch etwas rustikal die Anlage.

Wirklich super war, dass mir meine letzte Crew – Kathrin,  Ralf und Christian – tatkräftig bei der Außerdienststellung zur Seite gestanden haben. Bewährt hat sich auch der Mietwagen, den wir für zwei Tage gemietet hatten und mit dem wir dann am Dienstag in der Nacht nach Bergamo gefahren sind, wo wir über „Booking.com“ eine Unterkunft gebucht hatten.

Am 21.10. gab es keine zumutbare Flugverbindung nach Hamburg, weder von Pisa aus noch von Bergamo. Also flog ich mit den anderen nach Berlin, stieg in Schönefeld in den Zug, umsteigen in Berlin Hauptbahnhof und dann wieder in Hamburg.

Wie das dann so ist bei dem „Unternehmen Zukunft“ fiel der Anschlusszug nach Kiel komplett aus. Also ging es mit dem Regionalexpress nach Neumünster, wo ich dann noch einmal umsteigen durfte. Alles etwas mühsam mit 20 Kilo Gepäck plus Tasche als Handgepäck. Vom Kieler Bahnhof gönnte ich mir dann ein Taxi nach Hause. Es war ein langer Tag.

…. Requiesce in pace.

11.10.2020

Endlich einmal wieder Zeit und Muße und ein funktionierendes WiFi. Wir sind eingeweht. Wo? In Santa Marinella. Netter kleiner Hafen mit netten Leuten und für Italienische Verhältnisse fast preiswert, sieht man einmal von Ostia ab.

Der Crewwechsel in Neapel hat gut geklappt. Nur das Wetter hat verrückt gespielt. Vier Tage lang nur Regen und Starkwind, Da sind wir auch am Montag noch im Hafen geblieben. Dann aber ging’s ab nach Capri. Wir wollten dort ankern, weil schon klar war, dass die dortige Marina horrende Liegegebühren verlangen würde.

…. der Vesuv. Nun haben wir sie alle drei!

Wir klapperten alle im Segelhandbuch aufgeführten „Ankerplätze“ ab, um festzustellen, dass man dort bestenfalls einen Badestopp einlegen konnte. Es war zu tief und zu nah am Ufer und der Schwell war so stark, dass es einem das Bier von der Back fegte.

…. wenn bei Capri die Sonne rot im Meer versinkt …..

Notgedrungen motoren wir also dann doch in den Hafen und bissen in den sauren Apfel. 130 Euro für die Nacht!!! das war bisher die Krönung und man kann nicht behaupten, dass die Marinaeinrichtungen besonders komfortabel sind.

Wir begnügten uns mit dem bisher gewonnenen Eindrücken von der Insel und segelten weiter nach Ischia, wo wir dann vor dem Hafen von Sant’Angelo ankerten. Hier haben wir wenigstens das Liegegeld gespart. Wir hatten eine ruhige Nacht bis am Morgen Wind auf kam und die Welle genau in die Bucht stand. Der Anker slippte und wir machten uns hurtig davon. Das war dann Ischia.

Wir segelten dann die Küste entlang, von Hafen zu Hafen, die Marinas rufen unterschiedlich teure Preise auf, der gebotene Komfort steht selten im angemessenen Verhältnis zum Preis. Es gibt keine brauchbaren Ankermöglichkeiten.

In Ostia – in der Nähe von Rom – fand der letzte Crewwechsel statt und nun geht es in Richtung Pisa, wo ich in der Marina Arnovecchio für’s Winterlager eingebucht habe.

Wir werden voraussichtlich am 18. oder 19.10. die Marina anlaufen, dann das Schiff an Land stellen und für den 21.10 ist der Flieger nach Hause gebucht.

23.09.2020

Gleich vorweg: Es gäbe noch ein oder zwei Plätze in der Zeit vom 03.10. bis 09.10. für Kurzentschlossene. Von wo nach wo? Irgendwo zwischen Rom und Pisa oder so.

Wir haben uns entschlossen, die Äolischen oder auch Liparischen Inseln abzuklappern. Vulkano hatten wir ja schon und nun ging’s nach Lipari, Filicudi, Salina und dann nach Stromboli. Die Inseln sind wirklich sehr schön, aber natürlich auch vom Tourismus gebeutelt. Das gilt natürlich auch für Segler und auch noch in der Nachsaison.

Wir sind bei Tag an der Nordseite des Stromboli entlang gesegelt, konnten aber kaum irgendwelche imposanten Vulkanaktivitäten beobachten. Die Mooringboje vor der kleinen Inselstadt Bartolomeo kostete uns dann 60- € inklusive Shuttlesevice an Land und wieder zurück.

Das Besteigen des Vulkans haben wir uns dann verkniffen.

Wir sind dann rüber aufs Italienische Festland nach Tropea – ein sehr schöner Ort – und dann weiter an der Küste entlang Richtung Norden. Mangels Wind haben wir viel motoren müssen; von dem zu diesem Zeitpunkt in Griechenland tobenden Medicane haben wir nichts mitbekommen. Eher das Gegenteil: Flaute!

Über Salerno und Amalfi bewegen wir uns nun in Richtung Neapel, wo dann am kommenden Wochenende ein Crewwechsel stattfinden wird.

Der Stromboli explodiert gerade nicht!

Wo bleibt er denn, der Lavafluss?

07.09.2020

Wir sind immer noch auf Sizilien. Nach dem Abstecher zur Insel Vulcano (s. Ricos Reiseberichte) sind wir nun nach 25 Seemeilen Motoren mangels Wind  in in der Marina Capo Orlando gelandet.

Von Vulcano aus sind wir wieder zurück nach Milazzo in die Marina Poseidon. Dort haben wir ein Auto gemietet, um Rico und Elisabeth zum Flughafen nach Catania zu bringen.

Für die Hinfahrt wählten wir die Tour durch die Berge, fantastisch. Spektakuläre Serpentinenstraßen, herrliche Ausblicke auf Berge und Täler, schöne Örtchen, wenn auch ein bisschen morbide, ausgesprochen nette Tour.

Zurück dann über die – natürlich – mautpflichtige Autostrada mit unendlich vielen Tunneln und dann noch Einkaufen beim „Lidl“. So ein Mietwagen hat schon was.

Noch ein Wort zur Liegeplatzsituation: Auf Vulcano haben wir in einer Bucht geankert, wo, abgesehen davon davon, dass es eh rappelvoll war, die Touriausflugsboote für reichlich Schwell gesorgt haben ( dafür hat es aber nichts gekostet). Am nächsten Tag  sind wir dann sozusagen um die Ecke gefahren nach Porto Levante, um dann für sage und schreibe 90,- € an einem wackeligen Schwimmsteg festmachen zu dürfen, Strom und Wasser inclusive.

Das ist der Blick aus unserer Ankerbucht auf Vulcano

….und das auch noch

Der von den Ausflugsbooten und Fähren verursachte Schwell machte das Liegen hier nicht gerade angenehm.

Das Gleiche gilt für die Poseidon Marina in Milazzo. Eigentlich ist das ein netter Hafen, wäre da nicht der zeitweilige, durch die zahlreichen Motorboote und vor allem die regelmäßig verkehrenden Schnellfähren verursachte Schwell. Da geht’s richtig zur Sache. Es hat uns das Frühstücksgeschirr vom Tisch gewischt.

Um das ′mal richtig deutlich zu machen: Italienische Motorbootfahrer sind eine Pest. Es gibt für deren Geschwindigkeitszustände nur zwei Varianten : Full Power oder Null, d.h. vor Anker liegen und angeln. Niemand nimmt Rücksicht auf andere Bootfahrer, schon gar nicht auf Segelboote.

Auf der anderen Seite muß man auch berücksichtigen, das das Personal in den Marinas ausgesprochen hilfsbereit und freundlich ist. Auch wenn es Sprachprobleme gibt, alles richtet sich zum Besten. Kostet aber auch!.

Wir überlegen noch, wie es weiter geht. Einig sind wir uns darüber, dass wir die Äolischen Inseln absegeln wollen, aber unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt, wie es dann weiter geht. Ich bevorzuge, in Richtung Italienisches Festland zu gehen, um dann das Boot irgendwo nördlich von Rom ins Winterlager zu geben. Konkret ist da noch gar nichts. Wir werden sehen.

03.09.2020

Das ist der Etna. Der hat uns eingeäschert!

02.09.2020

Bisher ist alles gut gelaufen. Nach einem Hafentag in Reggio die Calabria – bei fünf Windstärken aus Nord-West hatten wir keine Lust die Straße von Messina aufzukreuzen – geht’s heute weiter wieder rüber nach Sizilien und dann zu den Äolischen Inseln.

Hier in Reggio di Calabria haben wir ein Deutsches Ehepaar getroffen, die aus Griechenland direkt nach Italien „geflüchtet“ sind. In Crotonne durften die gar nicht erst anlegen und hier hat man sie dann erst einmal für fünf Tage in Quarantäne gesteckt. Der Coronawahnsinn läßt grüßen.

Übrigens: Es gibt nun auch Ricos Reiseberichte.

29.08.2020

Wir verbrachten dann noch einen Tag in der Marina dell Etna. Mit 97,- € pro Tag kann man nicht gerade behaupten, dass das ein Schnäppchen war.

Nun liegen wir in Catania am Steg des Club Nautico, Max ist heute morgen nach Hause geflogen und wir warten auf Sabine und Elisabeth (Ricos Frau), die heute abend ankommen.

Man kann nicht sagen, dass es sich bei unserem  Liegeplatz um eine Oase der Ruhe handelt. Catania ist ein großer Fährhafen und der Lärm des Fähr- und Hafenbetriebes und der ständige Schwell im Hafen machen den Aufenthalt nicht gerade angenehm. Aber es ist nicht weit zum Flughafen.

Als kleines Highlight bedachte uns der Ätna in der vergangenen Nacht noch mit einer Wolke aus feinem schwarzem Staub, mit dem das ganze Schiff überzogen war. Da war erst einmal putzen angesagt.

Morgen werden wir wieder gen Norden segeln, um dann durch die Straße von Messina an die Nordküste Siziliens zu gehen. Wie’s dann weiter geht, werden wir sehen.

25.08.2020

Es ist viel passiert. Von Kroatien aus sind Werner und ich an die Italienische Ostküste gesegelt. Ausklarieren auf der Insel Vis und ankommen in Viestre (Italien) war schon abenteuerlich. Mehr hierzu zu einem späteren Zeitpunkt.

In Brindisi stieg Werner plangemäß aus und Peter kam an Bord.

Entgegen meiner ursprünglichen Vorstellung erwies sich die adriatische Ostküste Italiens als seglerisch nicht besonders attraktiv, außer in der Gegend zwischen Viestre und Manfredonia. Malerische Felsformationen mit höhlenartigen Einschnitten und türkies blauem Wasser.

Ansonsten gab es alles, was man als Segler so erleben kann: Häfen, aus denen man gleich wieder ‚rausgejagt wurde, weil es angeblich keinen Platz mehr gab ( wir haben tatsächlich mitten im Hafen ankern müssen!), kostenloses Liegen an von Anglern bevölkerten Betonpiers ohne jegliche Infrastruktur bis hin zu einer Luxusmarina (110,00 €/Nacht) mit entsprechend guter Infrastruktur.

Hinzu kamen technische Probleme. Wir mußten sechs Tage in Bari in der Marina verbringen, weil der Auspufftopf durchgerostet war und wir beim Motoren jede Menge Wasser im Schiff hatten. Warum die Werft so lange brauchte ist mir nicht eingängig. (s. Peters Reiseberichte).

Kaum war dieses Problem behoben, tauchte das nächste auf: Die gesamte Elektrik brach zusammen. Nichts ging mehr, kein Plotter, das Spidometer zeigte nur Mist an und das Echolot und die Windanzeige gar nichts und das GPS Gerät funktionierte auch nicht.  Also wurde wie in alten Zeiten sozusagen mit der Hand navigiert, Strecken gekoppelt, Landmarken gepeilt. Geht ja auch, habe ich ja schließlich ‚mal gelernt.

Wir kamen abends um ca. 20:00 h in Otranto an und fanden, nachdem wir ein paar Angler verjagt hatten einen Platz an einer Betonpier. Offenbar ist Otranto ein Platz für Ankerlieger, wenn Yachten nur auf der Durchreise sind. Nirgendwo war ein Platz an einem der Schwimmstege zu finden.

Morgens früh tauchten dann auch zwei Beamte der Guardia Costiera auf und wollten uns des Platzes verweisen. Die sprachen kein Wort Englisch, aber so viel war klar: Dies sei militärisches Sperrgebiet. Ich erklärte denen unser Problem mit der Elektrik und nachdem die eine sehr gut Englisch sprechende Kollegin herbei telefoniert hatten, hieß es, dass uns jemand abholen und zu einem anderen Liegeplatz bringen würde.

So kam es dann auch. Nach einiger Zeit erschien ein Boot mit einem Mann, der uns zu einem Liegeplatz lotste, der nach Handbuch an der Pier lag, die für Transitreisende vorgesehen war, aber selbstverständlich immer belegt ist. Für uns mußte eine Motoryacht weichen. (Seltsam?) Der besorgte uns dann auch einen angeblichen Elektriker, der dann ohne weitere Messungen und Prüfungen meinte, das Problem läge an den Verbraucherbatterien, die seien alle kaputt, was weder Peter und ich nicht so richtig glaubten, aber was sollten wir machen.

Nach einem Tag rumgelungere im Hafen brachte der Typ dann auch früh morgens drei neue Batterien und baute sie ein. Das Problem war damit nicht behoben, wie sich dann später herausstellte, als wir Otranto verlassen hatten. Viel Geld bezahlt für nichts, außer unnötiger Weise neuen Batterien.

Wir segelten weiter nach Crotonne, wo wir am Steg des Yacht Club Crotone freundlich empfangen wurden. Ich schilderte dem Hafenmeister gleich beim Anlegen unser Problem und eine Stunde später stand in Elektriker auf der Matte.

Der sprach nun außer Italienisch nichts anderes, aber begriff nach langanhaltenden Erklärungen unser Problem und machte sich mit einem Messgerät zielgerichtet an die Arbeit. Nach zwei Stunden hatte er den Fehler gefunden – ein Masseschluß am Batteriekasten (Peter und ich hatten ähnliches auch schon vermutet) – , den der vorherige Elektriker eigentlich auch hätte erkennen müssen.

Fazit: Der Mann hat einen guten Job gemacht, bis heute funktioniert alles.

In Crotone stießen Rico und sein Sohn Max zu uns und wir segelten nach Santa Maria de Leuka über den Golf von Tarent nach Roccalla Ionica und von dort in einer Nachtfahrt nach Riposto auf Sizilien, wo wir heute ankamen. Der Ätna läßt grüßen.

Heute bleiben wir erst einmal hier! Dann wird  rund um oder hin und her um Sizilien gesegelt.

Mehr demnächst. Schaut auch auf die Rubrik „Reiseberichte“.

06.08.2020

Segeln mit Lothar und Ruth war wieder einmal ausgesprochen nett. Wir haben uns dann auf der Insel Vis getrennt und sind dann von dort nach Viestre in Italien gesegelt. Leider mussten wir die Tremati Inseln auslassen,  weil das Ausklarierungsprozedere auf Vis nicht so funktionierte, wie wir es eigentlich erhofft hatten. Die 70 Meilen nach Viestre gestalteten sich sehr moderat und nachts gegen 02:00 h liefen wir in den Hafen ein, wo uns sogar noch ein Marinero empfing und uns einen Liegeplatz direkt gegenüber einer „Bum Bum Discobar“ zu wies. Ich protestierte und wir konnten an einen anderen Liegeplatz verholen, nun zwischen zwei Discos, aber nicht mehr ganz so laut. Nach drei Anleger Gin Tonics verstummte auch die „Bum Bum“ Musik und wir hatten eine ruhige Nacht. Das junge Volk, dass sich auf der Pier tummelte, verschwand dann auch so poe a poe, Corona ist hier dann wohl auch nicht so das Thema. Aus 1,5 Meter Abstand werden dann wohl eher 1,5 Zentimeter!. Von Viestre aus sind wir dann weiter über Manfredonia und Barletta nach Bari gesegelt, wo dann der Crewwechsel statt fand. Werner flog von Bari aus nach Hause und Peter kam an Bord.

28.07.2020

Entgegen der ursprünglichen Planung sind wir nun doch nach Kroatien gesegelt, auch wenn uns dort die Bürokratie wieder im Griff hatte. Die Italienische Küste der nördlichen Adria ist wohl aus seglerischer Sicht nicht so interessant. In Iz Veli auf der Insel Iz haben wir dann Lothar und Ruth getroffen und sind mit ihnen auf zwei Schiffen zusammen bis nach Primosten gesegelt, wo wir heute in der Marina Kremik eingecheckt haben. Herrliches Segeln bei 3 bis 4 Windstärken und ein paar nette Ankerbuchten gab’s auch. Allerdings wurden wir auch von einem Sommergewitter mit einer Böenwalze mit bis zu 42 Knoten Wind erwischt, mit entsprechender Regenflut.

Die Gewitterfront hat’s in sich.

Wir werden noch ein paar Tage zusammen bis zur Insel Vis segeln. Von dort aus werden Werner und ich dann nach Italien rübersegeln, wo dann am 05.08. der Crewwechsel stattfinden wird. Werner geht, Peter folgt.

Mehr gibt’s später.

 

Vom Abenteuer mit dem Billigflieger zu fliegen

Servicewüste „Lastminute.de“

Am 01.07 2020 buchte ich über die Internet Buchungsplattform „Lastminute.de“ einen Flug am 13.07.2020 von Hamburg mit einem Stopp in Wien nach Venedig für mich, und einen Mitreisenden, Werner Lange. Der Flug sollte am 13.07.2020 um 06:50 h von Hamburg aus starten. Umgehend erhielt ich die Buchungsbestätigung, mußte aber feststellen, dass an erster Stelle der Buchung, wo eigentlich mein Name hätte stehen sollen, aus mir unerklärlichen Gründen, der Name „WernerLange/Lange“ (genau so!) eingetragen war. Ich hatte dort selbstverständlich meinen Namen – Jörg Gegenfurtner – zusammen mit meinem Geburtsdatum, welches dort auch richtig hinterlegt wurde, eingetragen. Wie es zu diesem falschen Eintrag gekommen ist, ist mir schleierhaft.

Die Daten meines Mitreisenden – Werner Lange – wurden im System von „Lastminute.de“ korrekt übernommen, so wie ich diese eingetragen habe.

Ebenfalls am 01.07. erhielt ich von „Lastminute.de“ eine E-Mail mit einem Link, mit dem ich meinen Account aktivieren sollte, was ich dann auch tat. Dieser Account sollte es mir ermöglichen, Änderungen an meiner Buchung vorzunehmen. Dieses funktionierte aber überhaupt nicht. Irgendwelche Änderung vorzunehmen ging gar nicht.

Ich versuchte über die so genannte „Serviceline“ von „Lastminute.de“ telefonischen Kontakt mit der Firma auf zu nehmen, was mir nach einiger Zeit Verharrens in der obligatorischen Warteschleife und durch wählen diverser Auswahlnummern auf dem Telefon (Bsp.: Wenn Sie dieses oder jenes wollen, wählen Sie die …. 1/2/3… etc.) auch gelang. Die Verbindung war darüber hinaus „grottenschlecht“, die Mitarbeiterin kaum zu verstehen.

Nachdem ich mein Anliegen auf Namenskorrektur in der ersten Buchungsposition vorgetragen hatte, versicherte mir die Mitarbeiterin, dass sie den Sachverhalt an die zuständige Stelle weiterleiten würde. Sie selber könne da gar nichts machen und ich würde eine Nachricht erhalten.

Da ich nun tagtäglich darauf wartete, dass ich eine entsprechende Nachricht hinsichtlich der Namenskorrektur erhalten würde und ich auch immer wieder versuchte, die Namenskorrektur auf der „Lastminute.de“ Internetseite vorzunehmen, was mir nicht gelang, rief ich dann ebenso tagtäglich bei der Lastminute Serviceline an, mit immer dem gleichen Prozedere und dem gleichen Ergebnis. Man würde mein Anliegen weiterleiten. Diese Anrufe haben mich eine Menge Zeit und Nerven gekostet, zumal die Kommunikation ausgesprochen schwierig war. Passiert ist gar nichts!

Am 12.07.2020 erhielt ich dann um 19:46 h von „Lastminute.de“ eine E-Mail mit der Aussage (Zitat): „Leider sind aufgrund der Vertragsbedingungen der Fluggesellschaft des von Ihnen erworbenen Tickets keine Änderungen erlaubt. Deshalb bleibt Ihre Buchung unverändert.

Wenn Sie die Reise nicht antreten können und Sie die Möglichkeit einer Rückerstattung prüfen möchten, setzen Sie sich bitte unter der untenstehenden Nummer mit unserem Kundenservice in Verbindung.“ (Zitat Ende).

Das war dann ca. 11 Stunden vor Abflug! Wie soll man da noch etwas in die Wege leiten können, zumal dieser s.g. Kundenservice alles andere als hilfreich zu sein scheint?

Die Rechnung mit der Nr. 20FDE-095212, datiert vom 01.07.2020 über einen Betrag von 410,99 mit Datum vom 01.07.2020, konnte ich mir dann am 07.07.2020 über die „Lastminute“ Internetseite herunterladen. Der in Rechnung gestellte Betrag in Höhe von 410,99 € entspricht den bei der Buchung vereinbarten Konditionen inklusive irgendwelcher für mich nicht nachvollziehbarer zusätzlichen Kosten für zwei Personen und ist demnach wohl in Ordnung. Dieser Betrag wurde am 03.07.2020 von einer Fa. Rumbo, Madrid, von meinem Visa Konto abgebucht. Da war man also ziemlich schnell dabei.

Da es mir nicht gelang, nach den zigfachen telefonischen Versuchen über die Serviceline der Buchungsplattform „Lastminute.de“ irgendetwas bezüglich einer Namenskorrektur zu erreichen, versuchte ich es dann irgendwann direkt über die Hotline von Eurowings. Diese Firma führte den Flug von Hamburg nach Wien durch. Auch hier endloses Hängen in der Telefonwarteschleife – da habe ich mir locker einmal 1 ½ Stunden die selbe Musik angehört – ohne das es überhaupt zu einem Kontakt gekommen ist.

Am 10.07.2020 sendete ich daraufhin eine E-Mail mit dem folgenden Text an die Firma Eurowings, auf die ich jedoch bis heute keine Antwort erhalten habe (Zitat): „Über die Buchungsplattform Lastminute habe ich für den 13.07. einen Flug nach Venedig über Wien gebucht. Buchungs ID von Lastminute 165794470, Flugnummer EW7752. Diese Buchung wurde mir für den „Check In“ mit dem Buchungscode SHOUSV bestätigt. Allerdings läßt sich der Check In auf elektronischem Wege nicht durchführen. Hier erhalte ich die Nachricht: „Zu Ihren eingegeben Daten konnte keine Buchung im System gefunden werden.“ Bei der Buchung gab es einen Falscheintrag bei den Namen. Mein Mitreisender Werner Lange ist an zweiter Stelle richtig eingetragen, wobei das Geburtsdatum auf 1956 geändert werden muß. An erster Stelle sollte mein Name – Jörg Gegenfurtner – eingetragen sein. Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen wurde hier der Name WernerLange/Lange eingetragen. Versuche über Lastminute eine Namenskorrektur herbei zu führen sind mißlungen. Eine telefonische Kontaktaufnahme mit Ihnen gelingt nicht. Bitte führen Sie die Namensänderung und den Check In durch. MfG J. Gegenfurtner“ (Zitat Ende).

Da mir mittlerweile klar wurde, dass es hinsichtlich der Namenskorrektur für meine Flugbuchung zu Komplikationen kommen würde, sandte ich am 11.07.2020 nochmals eine E-Mail an die Firma Eurowings mit der dringlichen Bitte um telefonischen Rückruf zwecks Klärung der Angelegenheit, der dann allerdings auch nicht erfolgte. Nachfolgend der Text der E-Mail:

„Joerg Gegenfurtner <joerg.gegenfurtner@web.de>

Sie haben eine Anfrage über das Kontaktformular erhalten. E-Mail: joerg.gegenfurtner@web.de[~1068284]

An: buchungsinfo@eurowings.com

gesendet: 11.07.2020 um 20:16 h

erbitte dringend Rückruf wegen Namensänderung Tel.: 0431 78 77 75

Jörg GEGENFURTNER“

Es erfolgte keinerlei Reaktion von Eurowings.

Mit Hilfe eines Freundes, der bis zu seiner Zurruhesetzung in einem Reisebüro gearbeitet hatte, gelang es mir, über die in der Rechnung von Lastminute angegebene e-ticket Nr.: 2203377903541 eine Boardingcard auf meinen Rechner herunter zu laden, die ich dann mit Datum vom 11.07. auch erhielt.

(Nebenher gefragt, wer kommt denn schon auf so eine Idee, wenn von dem Buchungsanbieter eine völlig andere PNR: (= SHOUSV) angegeben wurde, die ja nicht funktionierte. (s.o.)

Diese Boardingcard lautete allerdings auch auf den Namen Werner Lange Lange.

Da es ganz offensichtlich infolge der Ignoranz des Reiseanbieters „Lastminute.de“ und der Fluggesellschaft „Eurowings“ keinerlei Möglichkeiten gab, eine Namenskorrektur für meine Flugtickets von Hamburg nach Wien und Venedig herbei zu führen, ging ich das Risiko ein, dass es auch keine derartigen Möglichkeiten beim „Check In“ am Flughafenschalter von Eurowings in Hamburg geben würde und fuhr trotzdem nach Hamburg zum Flughafen, wo ich dann frühzeitig am Schalter von Eurowings den Eincheckprozess durchführen wollte.

Und so kam es denn auch. Der Mitarbeiter von Eurowings weigerte sich – aus welchen Gründen auch immer – eine Namenskorrektur in meinem Boardingpass vor zu nehmen. Da war absolut nichts zu machen, obwohl ja mein Sitzplatz reserviert war, nur auf den falschen Namen meines Mitreisenden Werner Lange (Lange).

Nach all dem Gezerre mit dem Eurowingsmitarbeiter hatte ich dann noch ca. 10 Minuten Zeit bis zum Schalterschluß, mir über das Flughafeninternet ein neues Ticket für den Flug von Hamburg nach Wien zum Preis von sage und schreibe 222,99 € zu besorgen. Das ging dann auch und der Flug nach Wien war gesichert.

Interessant ist an dieser Stelle auch, dass der mir dann neu zugewiesene Stzplatz direkt neben meinem ursprünglich reservierten Platz lag und dieser dann auch während des Fluges noch unbesetzt war.

In Wien angekommen, dann das gleiche Problem. Obwohl ich einen Boardingpass von Austrian Airlines auf den Namen Wernerlange Lange am Schalter vorweisen konnte (man beachte die Schreibweise!), mit entsprechender Sitzplatzreservierung, konnte ich dort nicht einchecken. Eine Namenskorrektur war auch hier für mich aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht möglich.

Angeblich war der Flieger ausgebucht und es gab angeblich nur noch einen Platz in der Business Class.

Dies, obwohl ja mein ursprünglich über „Lastminute.de“ gebuchter Platz in der Economy Class ja eigentlich hätte frei sein müssen.

Auf wiederholtes Nachfragen erhielt ich nur die Antwort, dass in der Economy Class nichts mehr frei sei und ich nur noch einen Platz in der Business Class für den Flug nach Venedig zum Preis von 401,33 € erhalten könnte.

Notgedrungen biß ich in den sauren Apfel und buchte das Ticket, da ich ja erstens meinen Mitreisenden, Werner Lange, nicht alleine nach Venedig fliegen lassen wollte und wir zum zweiten einen Transferdienst vom Flughafen Venedig in die Marina Punta Gabbiani gebucht hatten.

Für mich stellt sich der Sachverhalt so dar, dass der Mitarbeiter von Eurowings am Hamburger Flughafenschalter in dem Moment, wo er meinen über „Lastminute.de“ gebuchten Flug von Hamburg nach Wien als nicht durchführbar registriert hat, auch die Stornierung des Fluges Wien – Venedig vorgenommen hat. Anders kann ich mir nicht erklären, dass mein vormals reservierter Platz in der Economy Class bei Austrian Airlines nach Aussage des Austrian Airlines Schaltermitarbeiters nicht mehr zur Verfügung stand, als ich dort einchecken wollte.

Wie mein Mitreisender Werner Lange dann auch noch bestätigt hat, war der von mir ursprünglich über „Lastminute.de“ gebuchte Sitzplatz in der Economy Class dann auch anderweitig besetzt.

Und dann stellt sich an dieser Stelle die Frage, warum der Mitarbeiter am Eurowingsschalter in Hamburg keine Namenskorrektur auf den Boardingcards von Eurowings und Austrian Airlines vornehmen konnte, aber eine Stornierung eines Sitzplatzes bei Austrian Airlines?

Die Buchung der beiden neuen Tickets an den Flughafenschaltern kostete mich dann zusammen 624,32 Euro, so dass ich alles in allem für den Flug von Hamburg nach Venedig 829,82 Euro gekostet hat.

Da ich nach meiner Meinung den Falscheintrag meines Namens (WernerLange Lange statt Jörg Gegenfurtner) auf der Buchungsplattform des Reiseanbieters Lastminute.de nicht zu vertreten habe und ich mit einem erheblichen Zeitaufwand versucht habe, den Fehler über die s.g. Serviceline dieser Firma zu korrigieren, fordere ich von Lastminute.de die mir für die Buchung der zweiten Tickets entstandenen Kosten in Höhe von 624,32 Euro zurück.

Inwieweit man Eurowings für die erhöhten Kosten für den Flug in der Business Class in Regress nehmen kann, bedarf einer dahingehenden Prüfung.

Darüber hinaus wäre zu klären, warum eine simple Namenskorrektur weder über die beiden s.g. Servicelines noch an den Flughafenschaltern von Eurowings nicht möglich war.

Mein Rechtsanwalt macht meine Schadenersatzforderungen bei der Fa. „Lastminute.de“ geltend.

Fazit für mich: Nie wieder eine Buchung über „Lastminute.de“!

Peters Reisebericht 2019

 

Dieser Reisebericht beschreibt den Segeltörn wie ich ihn erlebt habe von Korfu, über Albanien, Montenegro und endet in Zadar in Kroatien. Es geht vom 13.07.2019. bis 07.09.2019

Wir liegen seit drei Tagen in Korfu bei Regen und werden wohl morgen nach Albanien segeln. 

Von da kann ich mich nur noch melden, wenn ich WLAN habe. In Albanien kostet die Minute telefonieren 5 €.

Sind am 13.07 nach einem guten Segeltag bei 3 Bft in Albanien angekommen. Sehr freundlicher Empfang und jetzt in die Stadt Sarande und Fisch essen.

 

Moin.

haben gestern abend fantastisch gegessen, Fisch im benachbarten Fischgeschäft ausgesucht, gegrillt, eine Fischsuppe, gegessen, lecker Bierchen, sehr zuvorkommende Bedienung, Trester und Nachtisch aufs Haus, zwischendurch noch eine Portion lecker Muscheln durch drei geteilt, Espresso und nach drei Stunden zurück aufs Schiff 55 € für alle, was möchte der Segler mehr? 

Am nächsten morgen früh durch die Straßen geschlendert und danach zum Frühstück aufs Schiff, um weiter bei bestem Segelwetter an der Küste gen Norden zu Segeln. 

 

Moin,

Wir sind gerade in der Marina Oricum (der einzigen Marina in Albanien) angekommen. Wollen morgen einen Tag ein Auto mieten und die Gegend erkunden. Das Land und die Leute sind einfach klasse, nur mit ihrem Englisch ist es oft schwierig. 

Während der ganzen 120 SM an der Albanischen Küste sehen wir immer wieder Bunker. Während der Zeit unter Enva Hoxha wurden über 700.000 Bunker gebaut, weil man sich gegen eine Invasion wehren wollte. Paranoia gibt es bis in die höchsten Kreise.

Diese Bunker nenne ich inzwischen Hoxhas, sie gibt es hier zu Hauf. Gefühlt alle 50 m.  Mir gefällt das Land aber sehr gut.

 

Moin, an alle.

Albanien ist ein super Land. Allerdings in allen Häfen (zwei haben wir angelaufen, einmal geankert) müssen wir mit einem Agenten immer wieder einklarieren und das kostet zwischen 50 und 70 €. Das grenzt schon an Wegelagerei. Keine Duschen, kein Wasser und heute liegen wir unter Entladungskränen und die Pier ist gut 2 m hoch, aber die Menschen in den Städten sind überaus freundlich und Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen. Die Landschaft klasse.

Haben gestern Fisch gegessen. Werner und ich eine Platte für zwei für 27 € mit Beilagen und Getränken.

Kaffee auf meinen morgendlichen Entdeckungstouren zwischen 40 und 80 Cent. Sind zur Zeit in Durres und kreuzen heute weiter Richtung Montenegro. Müssen für Wifi immer in ein Café gehen. Melde mich im nächsten Café.

Peter

 

Die letzten 5 Tage in Albanien 

Waren sehr abenteuerlich in den Häfen. Seglerisch ist Albanien noch in den 20ger Jahren. Keine Duschen, WC, anlegen nur in Industrie Häfen. Riesen Schiffe beanspruchen unseren Liegeplatz, Boot verholen (umlegen ) neuer Platz, wieder ein großes Schiff, verholen und morgens das selbe, diesmal kein verholen.

Er liegt direkt neben uns. Ein Fischtrawler. Dass so ein Schrottkahn überhaupt noch schwimmt und es stinkt nach Fisch. Also ablegen und raus auf die See. Motoren, da kein Wind, Wind kommt auf aber aus der falschen Richtung, also volle Kreuz usw. und so fort, ab Richtung Montenegro.

 

24.07.2019

Wir sind in Bar. Hier können wir einklarieren, sprich uns  im Land anmelden.

Werden wohl erst einmal hier bleiben da die Ruderanlage spinnt.

Es gibt hier gute Duschen, WC und Strom. Klasse. Mache jetzt meine Morgenrunde und melde mich.

Wir legen einen Hafentag ein, um die Ruderanlage reparieren zu lassen, was Dank eines russischen Monteurs auch gut gelungen ist.

Der Wind läßt leider zu wünschen übrig, zu schwach.

Liegen jetzt 13 SM nördlich von Sv. Stefan in einer kleinen lieblichen Ankerbucht. Montenegro ist sehr gut erschlossen und auch hier sind die Menschen sehr freundlich. Haben ein neuseeländisches Segler Ehepaar wieder getroffen, welche schon in Albanien neben uns lagen. Sie haben uns mit ihrem Dingi mitgenommen und wir sitzen jetzt in einer Taverne und werden Essen.

 

Moin.

Wir sind jetzt in Herceg Novi am Eingang des Golfes von Kotova in einem kleinen sehr netten Stadthafen.

Haben Samstag und Sonntag einen Sturm an einer Muringboje abgewettert. Es hat die letzten 2 Tage fürchterlich geregnet. Jetzt scheint die Sonne und alles kann trocken werden. Werden die nächsten Tage den Golf von Kotova erkunden. Es soll hier traumhafte Ankerbuchten geben. Danach geht es nach Kroatien. Ausklarieren, einklarieren und Werner in der Nähe von Dubrovnik absetzen. Dann mit Jörg 3 Wochen allein Richtung Split. 

Ich sitze mal wieder in einem kleinen Kaffee und genieße die erwachende Stadt.

Grüße
Peter

 

Moin 

Wir sind jetzt in Kotor ganz am Ende des Kotova Golfes. Eine traumhafte Altstadt. Weltkulturerbe.

Werden heute in Montenegro ausklarieren und morgen in Kroatien einklarieren.

Die Kreuzfahrer Überfluten die Altstadt täglich. Wenn Sie am Nachmittag weg sind, ist die Stadt richtig gemütlich. 

Melde mich beim nächsten WiFi.

Peter

 

Moin, an alle,

Einklarieren heißt, sich in einem nicht dem Schengen Abkommen beigetreten Land anzumelden, ausklarieren eben abmelden. Das würde uns erwarten, wenn die EU zerbricht. Unsere Kinder kennen nur grenzenlosen Verkehr. Es wäre, meiner Ansicht nach, schön wenn sich die Grenzen zumindest in Europa noch mehr öffnen würden.

Wir sind jetzt in Dubrovnik. Werner ist jetzt abgestiegenen und Jörg und ich werden heute Dubrovnik erkunden und morgen die teure Marina (208 € inklusive Wochenendaufschlag für 2 Tage) verlassen. Ja, Kroatien ist für Segler kein Billigland! 

Gestern beim Einlaufen mussten wir einer brennenden Yacht ausweichen. Das Schlimmste, was auf See passieren kann. Zum Glück war es im Fjord. Und die Feuerwehr war schon da.

Die Marina ist klasse, was den Service betrifft. 

Sind heute mit dem Bus nach Dubrovnik rein und haben die Altstadt besichtigt. Sehenswert! Die Masse Mensch muß aber auch bewältigt werden. Versuch hier, über den Preis. 28 €, um auf der gut restaurierten Mauer die Altstadt zu Umrunden. Hab ich gemacht, bei 33 Grad, hat sich gelohnt. Siehe Fotos. Ich bin jetzt kaputt .

 

Moin.

Sind jetzt in Ston, 500 Einwohner. Ein befestigter Außenposten der Republik Dubrovnik (um 1500) im Jugoslawischen Krieg zerstört und klasse wieder aufgebaut. Liegt am Ende eines Fjords sehr idyllisch.

Gestern haben wir in einer Ankerbucht gelegen und waren des Nachts das einzige Schiff, was möchte man mehr. Ankern ist hier recht gut. Am Tage viele Motorbratzen, oft überfüllt, aber abends verziehen sie sich und es wird ruhig.

Sind in einer kleinen Bucht gelandet. Der Steg gehört zu Luca und seiner kleinen Taverne. Jörg hat Übelkeit und eben um 15:00 h von Luca heute das erste gegessen, Rinderbrühe. Diese Übelkeit hatte ich vor drei Tagen auch.

Werden auch morgen hier bleiben.

Im Mittelmeer macht man oft an Mooringleinen fest. Das sind mehr oder weniger dicke Taue, die an schweren Betonblöcken ca 30-40m vorm Kai versenkt sind. Ihr anderes Ende ist mit einer Hilfsleine am Kai festgebunden. Wenn wir rückwärts an den Kai ranfahren, müssen wir die Hilfsleine mit dem Bootshaken aufnehmen, damit schnell zum Bug gehen, dabei die Leine dicht holen und am Bug auf der Klampe belegen, um dann am Heck die bootseigenen Festmacherleinen am Kai zu belegen (festzurren). So läuft das.

 

Moin. 

Werde mich in den nächsten Tagen wohl nicht melden, da wir wahrscheinlich um die Mittagszeit ablegen werden und die nächsten Tage in Ankerbuchten schwimmen werden. 

Sitze wie so oft in einer kleinen Taverne bei meinem ersten Morgenkaffe, nachdem ich den kleinen 10? Seelenort in der Morgenfrische  (ca 24 Grad) erkundet habe.

Eine kleine Kapelle welche ich auf meinem Morgenspaziergang entdeckt habe.

 

Moin!

Bin wieder online. Haben 2 Tage in traumhaften Buchten verbracht. Man muss sich nur nachmittags trauen in einer Badeanstalt zu ankern. Um 19:00 h verabschieden sich alle Badegäste inkl. Motorboote und du bist völlig allein. Hier gibt es so viele Inseln und Buchten in der Nähe von Touristenzentren, dass diese am Tage sehr gut besucht sind. Leider ist die Adria aber sehr schlecht mit Wind ausgerüstet. Nur motort. Liegen jetzt nach zwei Abweisungen in einem kleinen Stadthafen. Sehr schön.

Essen zur Zeit Oktopussalat und Dorade. Natürlich bei einem Gläschen Wein.

Peter

Eines möchte ich noch erzählen!

In Bar, wo wir nach Kroatien einklariert haben, haben wir Marko mit seiner Familie auf seiner Segeyjacht Wisky kennengelernt. Ein Glücksfall!!!  Bei Luca haben wir in wieder getroffen. Er hat uns stundenlang Tips gegeben. Wo die besten Ankerplätze sind, wie der Kroatische Hafenmeister tickt, wo die Bojenragazzis sind etc.. Er hat sich stundenlang Zeit genommen. Die Tips segeln wir jetzt ab. Man kann nämlich in Kroatien mal eben gute 60-80€ dafür bezahlen, um in einer Bucht zu ankern; haben wir  bisher jedoch noch nicht erfahren müssen. Danke Marko.

Bojen Ragazzis sind Menschen, die teils lizensiert, teils unlizensiert Geld für Mooringbojen in Buchten verlangen.

 

Moin.

Bin wieder mal durch die erwachende Stadt geschlendert. Jetzt sitze ich in einem Kaffee und genieße den aufkommenden Wind. Es wird gleich Gewitter geben. Ich hoffe, dass dann die Schwüle der letzten zwei Tage vorbei ist. Werden heute wohl einen Hafentag einlegen und das Schiff vom Regen waschen lassen.

 

Moin.

wir sind jetzt in Vela Luca. Haben unsere Ankerbuchten verlassen, da der Kühlschrank seinen Geist aufgegeben hat. Scheiße. Verpflegung wird warm und Bier auch. Reparatur scheint sich schwierig zu gestalten, da kein Fachmann hier ist. Mal sehen. Jetzt habe ich meinen morgendlichen Spaziergang hinter mir, sitze beim Käffchen am Hafen und genieße die erwachende Stadt.

Haben die letzten zwei Nächte in sehr idyllischen Ankerbuchten verbracht. Tagsüber ist der Wind auf unserer Seite und wir konnten  traumhaft segeln. Gestern sind wir mit achterlichem Wind in den Hafen hier eingelaufen. Segel auf Schmetterling gestellt (heißt: Die Genua zur einen Seite und das Großsegel zur anderen Seite). Ist immer wieder für den Rudergänger, Peter, eine schöne Herausforderung da Mann den Kurs genau halten muss. Klasse. Dann hat uns auch noch ein anderer Segler unter Spinnacker (großes buntes Vorwindsegel) langsam im Fjord (hier Luke genannt) überholt.

Das ist Segelromantik.

 

Bis dann

Peter

 

Die Ausfahrt.

 

Eine der vielen Lucas (Ankerbuchten)

 

Unsere Yssabeau die zweite von links.

 

 

18.08.19, 08:20 – Peter Haslbeck:

Moin.

Sitze in einem Eiskaffee bei einer Tasse Kaffee. Haben gestern einen Hafentag eingelegt um einen Kältetechniker zu finden. Waren aber nicht erfolgreich.

Müssen wohl nach Split. Werden 4 Tage brauchen. Wir behelfen uns zur Zeit mit Eiswürfeln, welche wir zum kühlen in den Kühlschrank legen. Bedeutet: 24 Stunden Kälte, dann wieder Eiswürfel. Da wir die Eiswürfel aber in Ankerbuchten schlecht bekommen werden, müssen wir unsere Tour und den Essenplan anpassen.

Vorm Ablegen Lebensmittel kaufen, in einem Hotel um Eis bitten, da es hier kein Eis zu kaufen gibt, heute Abend aufessen und morgen abend wieder in einem Hafen Eis bunkern. Das selbe von Mittwoch auf Donnerstag und in Split auf eine Reparatur hoffen.

Da Sabine am Samstag in Split aufsteigen wird und Sie die Stadt auch gerne anschauen möchte haben wir dann 3-4 Tage für die Beseitigung dieses Ärgernisses. Wird schon klappen!

Euch eine schöne Zeit und bis zum nächsten Wifi.

Peter

 

19.08.19, 21:06 – Peter Haslbeck:

Moin.

Was es in der Welt so alles gibt, man glaubt es ja nicht!!!!

Man segelt in der schönsten Natur und dann fällt eine Flottille von 6 (Segelschiffe, die gemeinsam chartern) ein und beballern die ganze Bucht stundenlang mit Diskotheken Musik. Passiert gestern Abend. Ich um 22:00 h ins Bett, was sollst du machen. Jörg hat gemacht.

Gegen 23:00 h werde ich durch ein Geräusch, welches von Außenbords kommt, wach. Nachsehen, Jörg nicht mehr an Bord. Im Wasser Bewegungen eines Schwimmers.

Jörg hatte vorher schon erzählt, dass man denen die Landleinen kappen müsste dann haben die zu tun und es wird ruhig. Er tut es wirklich. 10 Minuten später großer Alarm bei der Flottille. Ich höre Stimmen, Geschrei, Taschenlampen und die Disko ist aus.

10 Minuten später kommt Jörg geschwommen und erzählt mir völlig euphorisch „jetzt hat’s a Ruha“. Er hat 5 Landleinen gekappt.

Das macht man nicht, aber die Situation hat es gefordert! Haben ruhig geschlafen.

Morgens werde ich geweckt von einer Stimme Außenbords. „Kapitän der Yssabeau kommen Sie bitte an Deck“. Jörg pennt, ich an Deck.

Wir sind von drei Flottillen Booten umstellt. Er erklärt mir das heute Nacht ein Schwimmer bei Ihnen war und versucht hat einen seiner Leute „ fast zu ermorden“ und sie die Polizei eingeschaltet haben. Ich, völlig überrascht, wie innerhalb von Stunden aus Leinen kappen ein Mordversuch wird, antwortete ihm, dass ich mir das gar nicht vorstellen kann, und er mich gerade geweckt hat.

Er beteuert mir dass das so war, entschuldigt sich für die Störung und fährt zum nächsten Schiff.

Das war die Erste Flottillen Geschichte.

  1.  Paul Webers Lithografie „ Das Gerücht“ fällt mir dazu ein.

Eine Stunde später. Eine Flottille von 50 (in Worten: Fünfzig) Schiffen beansprucht den Buchtabschnitt von uns und zwei weiteren Schiffen.

Ein Katamaran mit einer mindestens 1000 W Anlage beschallt die Bucht und fährt bis auf 20m an uns heran.

Laut schlägt leise.

Anker auf und in der nächsten Bucht ein ruhiges Frühstücken.

Morgen mehr.

Peter

 

 

20.08.19, 07:28 – Peter Haslbeck:

Moin

sind nach einem schönen Segeltag in Stari Grad auf der Insel Hvar. Älteste Stadt in Kroatien, Weltkulturerbe.

Sehr, sehr schön. Viele Touristen aber abends für einen Stadthafen ruhig. Kein Ballermann. Werden uns heute eine kleine Bucht suchen und dann morgen in der Marina Split einen Kältetechniker besorgen.

Bis dann

Peter

Gestern Abend unser Restaurante. Beim Lamm, klasse

 

22.08.19, 08:45 – Peter Haslbeck:

Moin

Haben vorgestern in einer kleinen Ankerbucht gelegen. Anker raus, 30 m Kette gesteckt, achtern zwei Leinen an Land geschwommen und an Steinen befestigt, Reste warm gemacht und eine sehr ruhige Nacht verbracht.

Ausgeschlafen, gefrühstückt und mit 0 Wind nach Split in die Marina Kastela motort.

Zur Zeit schwüle 34 Grad. Dann war Wäsche waschen angesagt. Die Yssabeau ist mit Bettwäsche, Unterhosen und T-Shirts beflaggt.

Unsere Ankerbucht

 

22.08.19, 08:50 – Peter Haslbeck

Marina Kastela, Fotografiert aus unserem, mit einem Sonnen Segel geschützten Cockpit.

 

23.08.19, 09:10 – Peter Haslbeck: ‎

Moin.

Der Kühlschrank läuft wieder, klasse. War gerade Einkaufen und hab ihn gefüllt.

Morgen kommt Sabine und übermorgen werden wir Split erkunden, freue mich schon sehr. Bis dann.

Peter

 

23.08.19, 09:10 – Peter Haslbeck:

 

23.08.19, 09:10 – Peter Haslbeck:

Das Wäsche Schiff

 

24.08.19, 08:21 – Peter Haslbeck

Das waren dann doch keine kleinen Fische…. Sondern ein ein ausgewachsener Schaden….. Man gut, dass es noch richtige Handwerker gibt und nicht nur Teiletauscher….

Dann man Prost… mit KALTEM  Bier!

 

 24.08.19, 08:21 – Peter Haslbeck:

Moin.

Hatten einen schönen Abend bei gegrillter Dorade und Wein auf dem Schiff von Lothar und Ruth. Mitsegler von Jörg, die zur Zeit mit ihrem Schiff auch hier unterwegs sind. War sehr nett.Werden uns bestimmt noch in den nächsten 14 Tagen nochmals irgendwo wieder treffen.

Der Defekt am Kühlschrank war folgender: Er hat in den letzten Tagen Jahren langsam Kühlflüssigkeit verloren. Dadurch stimmte das Mischungsverhältnis zwischen dem Öl aus dem Generator und der Kühlflüssigkeit nicht mehr und hat das System dicht gesetzt.

Die Fachleute haben einen klasse Job gemacht. Zwei Monteure haben 3 h lang das halbe Schiff zerlegt, um den Generator und die Leitungen frei zu legen, die Kühlelemente in dem Kühlschrank auszutauschen und den Thermostat zu wechseln. Gelötet, neue Kühlelemente mit einer speziellen Biegevorrichtung  angepasst, läuft.

Werde jetzt meinen Kaffee zu Ende trinken und dann Brot kaufen, um auf dem Schiff zu frühstücken.

Dobre Jutro

Peter

Moin.
Montag 26.08.
Haben am Freitag versucht mit Sikaflex ein kleines Leck im Vorschiff zu schließen. Bei 34 Grad und Windstille im Schiff zu werkeln ist kein Vergnügen und leider ist es uns auch nicht gelungene, so dass am Samstag ein Fachmann zu Rate gezogen werden musste. Der hatte die richtigen Ideen und das richtige Material. Hoffen das es jetzt dicht ist.
Zwischen Ankerkasten und der Vorschiffs Kabine, bei der Kabeldurchführung, kam immer wenn wir „knackig“ gesegelt sind etwas Wasser durch. Wasser im Schiff ist nicht gut.
Abends habe ich dann Sabine vom Flughafen abgeholt. Klasse, jetzt ist Sie da.
Sonntag sind Sabine und ich nach Split gefahren und durch die Altstadt geschlendert. Sehr schöne Stadt wenn Mann davon absieht das neben uns noch tausende anderer Touristen das selbe gemacht haben.
Hat sich aber gelohnt.
Heute werden wir weiter segeln und die nächsten drei Tage von Ankerbucht zu Ankerbucht segeln.
Bis dann
Peter

13.08.2019:

Moin!
Bin wieder online. Haben 2 Tage in traumhaften Buchten verbracht. Mann muss sich nur nachmittags trauen in einer Badeanstalt zu Ankern. Um 19:00h verschiedenen alle Badegäste inkl. Motorboote und du bist völlig allein. Hier gibt es so viele Inseln und Buchten in der Nähe von Touristen Zentren das diese am Tage sehr gut besucht sie. Leider ist die Adria aber sehr schlecht mit Wind ausgerüstet. Nur motort. Liegen jetzt nach zwei Abweisungen in einem kleine Stadthafen. Sehr schön.

Essen zur Zeit Oktopussalat und Dorade. Natürlich bei einem Gläschen Wein.
Peter

17.08.2019:

Moin wir sind jetzt in Vela Luca. Haben unsere Ankerbuchten verlassen da der Kühlschrank seinen Geist aufgegeben hat. Scheiße. Verpflegung wird warm und Bier auch. Reparatur scheint sich schwierig zu gestalten da kein Fachmann hier ist. Mal sehen. Jetzt habe ich mein Morgenlichen Spaziergang hinter mir, sitze beim Käffchen am Hafen und genieße die erwachende Stadt.
Haben die letzten zwei Nächte in sehr idyllischen Ankerbuchten verbracht. Tagsüber ist der Wind auf unserer Seite und wir konnten traumhaft segeln. Gestern sind wir mit achterlichen Wind in den Hafen hier eingelaufen. Segel auf Schmetterling gestellt (heißt: Die Genua zur einen Seite und das Großsegel zur anderen Seite. Ist immer wieder für den Rudergänger, Peter, eine schöne Herausforderung da Mann den Kurs genau halten muss. Klasse. Dann hat uns auch noch ein anderer Segler unter Spinacker ( großes buntes Segel) langsam im Fjord (hier Luca genannt) überholt.
Das ist Segelromantik.
Bis dann
Peter

18.08.2019:

Moin.
Sitze in einem Eiskaffee bei einer Tasse Kaffee. Haben gestern einen Hafentag eingelegt um einen Kältetechniker zu Finden. Waren aber nicht erfolgreich.
Müssen wohl nach Split. Werden 4 Tage brauchen. Wir behelfen uns zur Zeit mit Eiswürfeln welche wir zum kühlen in den Kühlschrank legen. Bedeutet: 24 Stunden Kälte dann wieder Eiswürfel . Da wir die Eiswürfel aber in Ankerbuchten schlecht bekommen werden müssen wir unsere Tour und den Essenplan anpassen.
Vorm ablege Lebensmittel kaufen, in einem Hotel um Eis bitten, da es hier kein Eis zu kaufen gibt, heute Abend aufessen und Morgen Abend wieder in einem Hafen Eis Bunkern. Das selbe von Mittwoch auf Donnerstag und in Split auf eine Reparatur hoffe. Da Sabine am Samstag in Split aufsteigen wird und Sie die Stadt auch gerne anschauen möchte haben wir dann 3-4 Tage für die Beseitigung dieses Ärgernisses. Wird schon klappen!
Euch eine schöne Zeit und bis zum nächsten Wifi.
Peter

22.08.2019:

Moin
Haben vorgestern in einer kleinen Ankerbucht gelegen. Anker raus, 30 m Kette gesteckt, achtern zwei Leinen an Land geschwommen um an Steinen befestigt, Reste warm gemacht und eine sehr ruhige Nacht verbracht.
Ausgeschlafen, gefrühstückt und mit 0 Wind nach Split in die Marina Kastella motort.
Zur Zeit schwüle 34 Grad. Dan war Wäsche waschen angesagt. Die Yssabeau ist mit Bettwäsche, Unterhosen und T-Shirts beflaggt.

23.08.2019:

Moin.
Der Kühlschrank läuft wieder, klasse. War gerade Einkaufen und hab ihn gefüllt.
Morgen kommt Sabine und übermorgen werden wir Split erkunden, freue mich schon sehr. Bis dann.
Peter

24.08.2019:

Moin.
Hatten einen schönen Abend bei gegrillter Dorade und Wein auf dem Schiff von Lotar und Rut. Mitsegler von Jörg, die zur Zeit mit ihrem Schiff auch hier unterwegs sind. War sehr nett.werden uns bestimmt noch in den nächsten 14 Tagen nochmals irgendwo wieder treffen.
Der Defekt am Kühlschrank war folgender: Er hat in den letzten Tagen Jahren langsam Kühlflüssigkeit verloren. Dadurch stimmte das Mischungsverhältnis zwischen dem Öl aus dem Generator und der Kühlflüssigkeit nicht mehr und hat das System dicht gesetzt.
Die Fachleute haben einen klasse Job gemacht. Zwei Monteure haben haben 3h lang das halbe Schiff zerlegt um den Generator und die Leitungen frei zu legen, die Kühlelemente in dem Kühlschrank auszutauschen und den Thermostat zu wechseln. Gelötet neue Kühlelemente mit einer speziellen Biegevorrichtung angepasst, läuft.
Werde jetzt meinen Kaffee zu Ende trinken und dann Brot kaufen um auf dem Schiff zu frühstücken.
Dobre Jutro
Peter

26.08.2019:

Moin.
Montag 26.08.
Haben am Freitag versucht mit Sikaflex ein kleines Leck im Vorschiff zu schließen. Bei 34 Grad und Windstille im Schiff zu werkeln ist kein Vergnügen und leider ist es uns auch nicht gelungene, so dass am Samstag ein Fachmann zu Rate gezogen werden musste. Der hatte die richtigen Ideen und das richtige Material. Hoffen das es jetzt dicht ist.
Zwischen Ankerkasten und der Vorschiffs Kabine, bei der Kabeldurchführung, kam immer wenn wir „knackig“ gesegelt sind etwas Wasser durch. Wasser im Schiff ist nicht gut.
Abends habe ich dann Sabine vom Flughafen abgeholt. Klasse, jetzt ist Sie da.
Sonntag sind Sabine und ich nach Split gefahren und durch die Altstadt geschlendert. Sehr schöne Stadt wenn Mann davon absieht das neben uns noch tausende anderer Touristen das selbe gemacht haben.
Hat sich aber gelohnt.
Heute werden wir weiter segeln und die nächsten drei Tage von Ankerbucht zu Ankerbucht segeln.
Bis dann
Peter

30.08.2019:

Moin Ihr Daheimgebliebenen.
Schreibe jetzt von Sabines Handy, hab meins wieder mal versenkt.
Aber von vorne.
Wir sind die ganze Woche bei Split gesegelt, Insel Brac, Hvra und Solina. Sind zur Zeit mit zwei Segelschiffen unterwegs. Lothar und Ruth segeln parallel. Wenn wir Ankern binden wir die Schiffe zusammen, so daß wir aufs Nachbarschiff übersteigen können. Nach einem guten Essen und schöne Abend auf dem Nachbarschiff wollte Jōrg auf die Yssabeau übersteigen. Lots und ich hatten aber inzwischen die Schiffe auseinander gebunden und so hat Jörg beim Übersteigen die Grätsche gemacht und ist ins Wasser gefallen. Ich ohne zu überlegen hinterher gesprungen, Handy am Mann, dumm gelaufen.
Heute geht es wieder nach Split, morgen steigt Rico auf.
Werde mich vielleicht noch mal melden.
Peter

Moin wir sind zur Zeit in Skradin.
Wettern eine Bora (So werden hier die Fallwinde genannt) ab. Skradin liegt am Ende eines ca. 18km langen Fjordes an dessen Ende der Nationalpark Krka beginnt. Heute waren wir in dem Park bei den Krka-Wasserfällen, sehr, sehr beindruckend. Wie schön doch die unbelassene Natur ist. Hier ein paar Bilder.

 

07.09.2019:

Moin.
Sind heute in Betina auf Murte abgestiegen und mit dem Bus nach Zadar gefahren. Werden heute Abend um 20:45 h nach Hamburg abfliegen.
Betina ist ein kleines beschauliches Fischerdorf, wenig Touristen und wie alles in Kroatien sehr sauber. Werde jetzt meine Reiseberichte enden lassen. Jörg wird noch bis Anfang Oktober weiter mit wechselnder Crew segeln um dann das Schiff in 🇮🇹 aus dem Wasser zu holen. Ich wünsche Euch eine schöne Zeit und freue mich jetzt auf unser Zuhause.
Peter